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China-Krise

VW droht Verlust von 400 Millionen Euro

Foto: VW

VW droht dieses Jahr im China-Geschäft ein Verlust von mindestens 400 Millionen Euro. Wie das Investmenthaus Goldman Sachs berichtete, ist der Marktanteil von VW in China von 29 Prozent im vergangenen Jahr auf nur noch elf Prozent in den ersten beiden Monaten 2005 gefallen.

18.04.2005

Volkswagen wollte sich am Sonntag (17.4.) zu den Zahlen der in Peking vorgelegten Analyse nicht äußern.

"Rückläufige Mengen und Preise kollidieren mit beträchtlichen fixen Kosten", analysiert Goldman Sachs. Das Investmenthaus bezifferte die festen Kosten 2004 auf etwa 30 Prozent der Einnahmen, die dieses Jahr aber um rund ein Drittel zurückgehen dürften. Volkswagen ist Marktführer in China, gerät aber wegen der wachsenden Konkurrenz in dem expandierenden Markt immer stärker unter Druck.

Optimistische Analyse

"Volkswagen steht vor einer größer werdenden Krise in China", schreibt das Investmenthaus in seiner Verlusterwartung, über die das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zuvor berichtet hatte. Trotz des starken Rückgangs des Marktanteils zum Jahresbeginn geht Goldman Sachs vorsichtig von 23 Prozent im ganzen Jahr aus. Sollte der Marktanteil aber auf 15 Prozent fallen, sei mit Verlusten von 1,4 Milliarden Euro zu rechnen. Die VW-Preise dürften angesichts der Rabattschlacht in China um fünf Prozent sinken. Möglicherweise könne Volkswagen seine variablen Kosten um zehn Prozent senken. Der Bericht warnte aber mit Blick auf steigende Rohstoff- und Stahlpreise: "All diese Annahmen könnten zu optimistisch sein."

Als Pionier in China habe Volkswagen in den Boom-Jahren 2000 bis 2003 hohes Wachstum und hohe Gewinnmargen verbucht, was die Aufmerksamkeit der anderen internationalen Autohersteller geweckt habe, die auch auf den chinesischen Markt vorgedrungen seien, erklärt das Investmenthaus.

Vize-Skoda-Chef übernimmt das China-Geschäft

Volkswagen unterhält zwei Gemeinschaftsunternehmen in Changchun in Nordostchina und in Schanghai. Der Konzern bestätigte am Samstag einen Bericht des "Spiegel", wonach die Führung für das China- Geschäft wechselt.

Der Vize-Chef von Skoda, Winfried Vahland (48), löst den bisher Verantwortlichen Folker Weißgerber (64) ab, der aus dem Unternehmen ausscheidet. China-Chef Bernd Leißner geht in den Ruhestand. Bei VW sank 2004 das operative Ergebnis der chinesischen Gesellschaften von 561 auf 222 Millionen Euro. Die Verkäufe in China brachen im ersten Quartal 2005 dem Magazin zufolge trotz des weiter wachsenden Marktes um 28 Prozent ein, nachdem sie bereits im vergangenen Jahr rückläufig waren.

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