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Chrysler

100.000 Dollar zum Abschied

Foto: Daimler-Chrysler

Wer den Autobauer Chrysler freiwillig verlässt, kann sich den Abschied mit bis zu 100.000 Dollar versüßen. Auf diese maximale Abfindungshöhe haben sich Autogewerkschaft UAW und Unternehmen geeingt. Chrysler baut in Nordamerika bis Ende 2009 rund 13.000 Arbeitsplätze ab.

28.02.2007

Der Abbau der 13.000 Jobs - 11.000 Fabrikarbeiter und 2000 Angestellte - soll im April anlaufen und in mehreren Wellen bis spätestens Ende 2009 abgeschlossen sein. Geschnürt wurden zwei Pakete: Zum einen gibt es die Möglichkeit, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen, zum zweiten die Variante, sich mit einer ordentlichen Abfindung zu verabschieden. Maximal kann diese 100.000 Dollar betragen plus vier Monate Fortzahlung der Kosten für die Gesundheitsvorsorge. Die exakte Abfindungshöhe wird aus einem Schlüssel aus Alter und Unternehmenszugehörigkeit ermittelt. Das Abfindungsangebot geht an 49.000 Chrysler-Beschäftigte und richtet sich in erster Linie an Mitarbeiter in Werken, die geschlossen werden oder in denen Schichten wegfallen. Insgesamt will Chrysler die jährliche Fahrzeugproduktion um 400.000 Einheiten kürzen.

Der Arbeitsplatzabbau ist Kernpunkt des am 14. Februar vorgestellten Sanierungsprogrammes. Dieses war notwendig geworden, nachdem der US-Zweig des Daimler-Chhrysler-Konzerns 2006 tief in die Verlustzone gerauscht war. Auch für 2007 wird ein Verlust erwartet. Die Wende möchte das Management durch scharfe Sparmaßnahmen erreichen und durch die Umstellung auf verbrauchsgünstigere Modelle.

Während das Abfindungsprogramm in trockenen Tüchern ist, geht das weltweite Spekulieren der Wirtschaftsmedien um mögliche Chrysler-Käufer munter weiter. Hoch gehandelt derzeit: Immer noch GM, Chinas größter Autohersteller FAW und Magna International. Immerhin hat Magna entsprechende Meldungen nicht dementiert, sondern nur verlauten lassen, dass sie nichts zu dem Thema verlauten lassen. Was fast schon wieder das Eingeständnis eines Interesses ist. 

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