Chrysler 300 auf der Detroit Motor Show: Der Super-Macho wird weicher

1210, Chrysler 300C

Der neue Chrysler 300 wird auf der Detroit Motor Show debütieren. Die ersten Bilder der Neuauflage machen deutlich: Vom bulligen Auftritt des Machos ist nicht mehr viel geblieben.

Der Chrysler 300C musste sich anpassen, anpassen an den europäischen Geschmack, denn ab Herbst wird die US-Limousine in Europa unter der Flagge von Lancia an den Start gehen. Der Image-Wandel vom kantigen Macho zum italienischen Gigolo geht mit einer deutlich rundgelutschen Karosserielinie einher.

Chysler 300 mit weicherer Linienführung

Das schmale Fensterband wurde breiter, der Kühlergrill runder, die mächtigen Radläufe filigraner und das Gesicht weicher. Zudem tragen die neuen Hauptscheinwerfer jetzt modische LED-Tagfahrlichtgirlanden. Auch die Technik-Connection zur Mercedes E-Klasse ist mit dem Modellwechsel tabu. Die Plattform unter dem Blech teilt sich der neue Chrysler 300, der zum Modellwechsel das C im Modellnamen einbüßt, mit dem Dodge Charger. Basistriebwerk ist der neue 3,6-Liter-Pentastar-V6, der es auf  286 PS und 354 Nm Drehmoment bringt. Top-Motor ist ein 5,7-Liter-V8 mit 360 PS und 528 Nm Drehmoment. Für Europa kommt noch ein neuer Dreiliter-V6-Turbodiesel mit Vierventiltechnik dazu, der bei italienischen Motorenspezialisten VM Motori entwickelt wurde. Dieser leistet 250 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 550 Nm. Gangwechsel soll eine Fünfgangautomatik erledigen. Auf dem US-Markt soll die Limousine, wie schon der Vorgänger, mit Hinterrad- und optionalem Allradantrieb angeboten werden.

Aufgewerteter Innenraum

Der Innenraum des knapp fünf Meter langen Chrysler 300 wurde mit neuen Materialien und neuen Stoffen aufgewertet. Zudem halten Navigations- und Bedienelemente aus dem neuen Dodge Charger Einzug in den Chrysler 300. Eine überarbeitete Geräuschdämmung soll den Chrysler 300 im Innenraum zum Flüstermobil machen. Für die Sicherheit der Passagiere sorgen Front- und Seiten- und Vorhangairbags, ein Knieairbag für den Fahrer. Der Grundpreis für den Chrysler 300 liegt in den USA bei rund 28.000 Dollar, die V8-Variante ist ab 39.000 Dollar zu haben. Wie sich die europäische Lancia-Version vom US-Modell unterscheiden wird ist noch nicht bekannt. Klar ist aber: auch der Thesis-Nachfolger wird ein Auto für ganz besondere Kunden.

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uba

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