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Alle Last bei LaSorda

Foto: Daimler-Chrysler

Nach dem Abgang von Vertriebschef Joe Eberhardt hat Tom LaSorda die Bürde der Gesamtverantwortung übernommen: Der 52-jährige Chrysler-Boss ist nun auch für Marketing und Verkauf zuständig.

18.12.2006

US-Medien sehen in der Konzentration aller Verantwortungsbereiche beim kriselnden Autobauer auf die Person LaSorda das letzte Gefecht eines bereits in Ungnade gefallenen Autobosses. Hier gehe es um "Sieg oder Untergang", kommentierte ein Markt-Experte die Ankündigung von Tom LaSorda, jetzt auch noch direkt die Verantwortung für die Bereiche Marketing und Verkauf zu übernehmen.

Sieg oder Untergang

Auf LaSorda warten zwei große Herausforderungen am US-Markt: Erstens muss er die unzufriedenen Chrysler-Händler wieder auf Linie bringen, zweitens muss er den hohen Bestand an Autos abbauen, die 2006 ohne Händlerbestellung gebaut wurden. Derzeit soll es sich immer noch um über 100.000 Fahrzeuge handeln.

Die hohen Fahrzeugbestände waren Auslöser eines Händler-Aufstandes in dessen Gefolge Vertriebschef Joe Eberhardt Ende November das Handtuch warf.

Wenigstens aus diesem Bereich wurde LaSorda inzwischen Unterstützung signalisiert, nachdem der Chrysler-Chef zuvor zugesichert hatte, die Produktion an Fahrzeugen, die ohne Händlerbestellung produziert werden, deutlich herunter zu fahren. LaSorda sagte am Donnerstag (13.12.) auf einer Weihnachtsfeier mit Medienvertretern, dass seine volle Konzentration nun dem Verkauf gelte. Dabei verwies er auf die international gut laufenden Geschäfte der Marke.

Das ist allerdings ein schwacher Trost. Das Chrysler-Hauptgeschäft läuft in den USA, und dort läuft gerade nicht viel. Trotz dem höchsten Rabattniveau aller am US-Markt agierenden Autohersteller ist der Chrysler-Absatz in den USA in diesem Jahr bislang um 7,7 Prozent abgesackt. Hinzu kommt der Streit mit den Händlern.

Vor diesem Hintergrund wird in US-Zeitungen heftig darüber spekuliert, ob LaSorda überhaupt noch die Zeit gegeben wird, in seiner zusätzlichen Verantwortung Kompetenz zu beweisen. So hatte die "New York Times" in ihrer Freitagausgabe darüber spekuliert, dass LaSorda noch dieses Jahr seinen Hut nehmen muss. Heiß gehandelter Nachfolger: Noch-VW-Markenchef Wolfgang Bernhard.

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