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Chrysler-Bilanz - Marchionne ist zuversichtlich

Trotz Verlusten geht es vorwärts

Foto: dpa

Die Kunden sind skeptisch, die Verluste weiter hoch. Dennoch herrscht Aufbruchstimmung beim gestrauchelten Autohersteller Chrysler. Die finanzielle Lage entspanne sich zusehends und Chrysler sei auf dem Weg, seine Ziele für das laufende Jahr zu erreichen, sagte Konzernchef Sergio Marchionne am Mittwoch (21.4.) in Auburn Hills (US-Bundesstaat Michigan).

21.04.2010

Im laufenden Jahr will er zumindest operativ in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Davon war Chrysler im vergangenen Jahr noch weit entfernt. Auch nach Verlassen der Insolvenz im Sommer schrieb das Unternehmen tiefrote Zahlen. Unterm Strich summierte sich der Verlust von Juni bis Dezember auf 3,8 Milliarden Dollar, das meiste davon fiel im Schlussquartal an. Vor allem ein Gesundheitsfonds für Pensionäre belastete das Ergebnis.

Chrysler-Verkäufe sind weiter rückläufig

Der Umsatz kam bei 17,7 Milliarden Dollar heraus. Die Insolvenz hatte viele Kunden abgeschreckt, erschwerend kam die Wirtschaftskrise hinzu. Und auch heute noch steht der kleinste der drei US-Autobauer am schwächsten da. Während die Verkäufe bei den Konkurrenten in den vergangenen Monaten kräftig zugelegt haben, verbuchte Chrysler weiterhin Rückgänge. Die Modellpalette gilt als veraltet, neue Modelle mit technischer Hilfe von Fiat kommen nicht vor der Jahreswende 2011/2012 auf den Markt.
 
Marchionne, der gleichzeitig Fiat-Chef ist, hatte nach der überstandenen Insolvenz von Chrysler das Steuer übernommen. Fiat hält 20 Prozent an dem US-Hersteller, die Mehrheit liegt nach milliardenschweren Staatshilfen bei der Regierung. In den kommenden zwei Jahren will Marchionne den Anteil in mehreren Schritten auf 35 Prozent aufstocken - aber nur, sofern er Chrysler wieder in die Spur bringen kann.
 
Auf dem Papier sieht die Zukunft von Chrysler rosig aus: 2010 soll der Umsatz wieder bei 40 bis 45 Milliarden Dollar liegen. Nach einem geplanten Modellfeuerwerk sollen die Erlöse bis 2014 schließlich auf 68 Milliarden Dollar steigen und operativ 5 Milliarden Dollar Gewinn herauskommen. Auch seine Schulden beim Staat will der Autobauer bis dahin voll zurückgezahlt haben.
 
Der größere Rivale General Motors teilt das Chrysler-Schicksal. Er rutschte ebenfalls in die Insolvenz, musste vom Staat gerettet werden und baut nun kräftig um. Dabei ist GM aber wesentlich erfolgreicher: Konzernchef Edward Whitacre kündigte an, die Schulden beim Staat komplett beglichen zu haben.
 
Zu Chrysler gehören die Marken Dodge und Jeep. Durch die Zusammenarbeit mit Fiat sollen bis 2014 rund 60 Prozent aller Autos auf italienischer Technik beruhen. Fiat wiederum will durch die Verbandelung auch selbst auf dem US-Markt Fuß fassen. So soll eine Elektroversion des Retro-Kleinwagens Fiat 500 nach Nordamerika rollen.

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