Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Chrysler

Cash gegen Autoabnahme für die Händler

Foto: Chrysler

Ordentlich in die Schatulle greift man bei Chrysler in den USA, um die flauen Absatzzahlen zum Jahresende aufzuhübschen: Wenn Händler zusätzliche Neuwagen abnehmen, gibt es Prämien zwischen 200 und 400 Dollar.

23.11.2006

Mit der Regelung jetzt zieht Chrysler auch einen Schluss-Strich unter den seit Wochen schwelenden Streit zwischen Händlern und Hersteller. Für Unmut bei den Händlern hatte die Order gesorgt, dass sie zusätzliche Autos des Jahrgangs 2006 abnehmen sollten. Entgegen der sonst in den USA üblichen Marktpraxis, sitzt Chrysler derzeit in den USA auf einem Bestand von etwa 100.000 Fahrzeugen, die ohne Kundenauftrag gefertigt wurden.

Per Order aus der Chefetage soll diese Autohalde noch bis Ende des Jahres weitgehend abgebaut werden, nachdem in den USA bereits seit September Fahrzeuge des Modelljahres 2007 angeboten werden. Große Chrysler-Händler hatten gegen diese als Gängelung empfundene Form des Absatz-Pressings protestiert.

Chrysler-Management schwer unter Druck

Nun also der Friedensschluss. Er sieht wie folgt aus: Wenn Händler bis Jahresende über ihr übliches Neuwagen-Kontingent zusätzliche Fahrzeuge aufnehmen, erhalten sie pro Auto des Jahrgangs 2007 je 200 Dollar Cash, für Fahrzeuge des Jahrgangs 2006 gibt es 400 Dollar obendrauf. Darüber hinaus wurde den Händler via Webkonferenz zugesichert, dass Chrysler in Zukunft von der Produktion ohne Bestellung abrücken wird.

Die Aktion zeigt, wie massiv das Chrysler-Management unter Erfolgsdruck steht. Bis zum Jahresende müssen nicht nur die Altlasten von den Höfen, gleichzeitig muss der Absatz der neuen Autos deutlich anziehen. Chrysler hatte im dritten Quartal einen Verlust von 1,5 Milliarden Dollar gemeldet. Seither gibt es Spekulation darüber, dass es Chrysler-Chef LaSorda den Stuhl kosten wird, wenn nicht bis Jahresende deutliche Besserung sichtbar wird. Als möglicher Nachfolger wird immer wieder der derzeitige VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard genannt, dem nach der Ernennung von Audi-Chef Martin Winterkorn zum VW-Konzernlenker Abwanderungsgedanken nachgesagt werden.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige