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Chrysler-Chef Zetsche

USA ist Schlachtfeld der Autohersteller

Foto: Daimler-Chrysler

Der US-Markt ist nach den Worten des Chrysler-Chefs Dieter Zetsche heute "das große Schlachtfeld der globalen Automobilhersteller". Auf einer Veranstaltung der Prüforganisation Dekra sagte der Daimler-Chrysler-Vorstand am Dienstag (4.11.) in Stuttgart, in Europa köchele der Automobilwettbewerb im Vergleich dazu erst auf kleiner Flamme.

05.11.2003

Bei einer jährlichen Nachfrage in Nordamerika von 19 Millionen Kraftfahrzeugen gebe es in den USA 100 Montagewerke mit einer Gesamtkapazität von 20 Millionen Fahrzeugen. Dazu komme die Einfuhr von zwei Millionen Fahrzeugen. Aus dieser Situation heraus seien Rabatte, subventionierte Leasingverträge und Darlehen zum Nulltarif entstanden. Zetsche sagte dazu: "Alles in allem machen sie im Schnitt gut 4.000 US-Dollar Nachlass pro Fahrzeug aus."

Gewinne in den USA sind möglich

Dennoch ließen sich im US-Automarkt immer noch Gewinne erzielen, sagte Zetsche. Mitbewerber wie Toyota, Honda oder Nissan hätten sich den Marktgegebenheiten gut angepasst und verdienten gutes Geld, ganz zu schweigen von Mercedes-Benz. Zetsche zeigte sich für Chrysler optimistisch. 2004 werde Chrysler neun neue Produkte auf den Markt bringen, so viele wie noch kein anderer Automobilhersteller in den USA innerhalb eines Jahres.

Zetsche sprach von einer «Optimierung von Kapitalinvestitionen» in einem Joint Venture von Chrysler, Hyundai und Mitsubishi. Die in dieser Allianz produzierten Vierzylinder-Reihen-Benzinmotoren würden in Zukunftsmodellen von Chrysler, Mitsubishi und Hyundai zum Einsatz kommen. Das erste Werk für diese Motoren in Korea solle Anfang 2004 die Produktion anfahren; zwei Anlagen in den USA und Japan sollen 2005 folgen.

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