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Chrysler

China-Dodge für US-Markt

Foto: Dodge

Lange wurde verhandelt, nun ist der Deal so gut wie perfekt: Chrysler und der chinesische Autohersteller Chery vereinbarten, in China einen Kleinwagen der Marke Dodge zu bauen, der 2008 in Amerika verkauft werden soll. 

02.01.2007

US-Medien bezeichnen den Schritt als historisch - auch wenn der Segen des Daimler-Chrysler-Aufsichtsrats unter die gemeinsame Absichtserklärung noch fehlt. Allerdings gibt es keine Zweifel, dass dieser erteilt werden wird, wenn der Aufsichtsrat Anfang Februar in Auburn Hills zusammentritt.

Historischer Schritt für Chrysler

Chrysler-Chef Tom LaSorda hatte sich erstmals am Freitag (30.12.) in einem Interview mit den "Detroit News" ausführlich zu dem Thema geäußert. Dabei bestätigte der unter enormem wirtschaftlichem Erfolgszwang stehende Chrysler-Boss, dass Kleinwagen unter dem Label der Chrysler-Marke Dodge in Werken des chinesischen Autoherstellers Chery in der ostchinesischen Provinz Anhui gebaut werden sollen.

LaSorda zeigte sich extrem zuversichtlich bezüglich des Abkommens: Während Chrysler das technische Können und das Design in die Partnerschaft einbringe, habe Chery die notwenigen Ressorcen zum Bau der Fahrzeuge. Und den Kostenvorteil.

Gedacht ist an die Produktion eines Fahrzeuges in der Größenkategorie unterhalb des Dodge Caliber. Denkbar wäre ein Modell ähnlich dem 2006 vorgestellten Dodge Hornet.

Der Schritt von Chrysler ist insofern historisch, weil nun erstmals ganz offiziell ein amerikanischer Hersteller in China Autos für den Import in die USA produzieren lassen möchte. Die Gerwerkschaften fürchten diesen Schritt, werde der doch enormen Druck zur Senkung der Produktionskosten in den USA auslösen.

Marktexperten glauben, dass Chrysler mit dem Schritt nur der Konkurrenz zuvor gekommen ist. So stünden General Motors und Ford vor ähnlichen Vertragsabschlüssen. Im Gegensatz zu Chrysler planen die anderen großen US-Autobauer derzeit aber keinen Import von in China gebauten Autos in die USA. So möchte beispielsweise GM in China Autos für den Russland-Markt herstellen lassen.

Auch im Falle Chrysler rechnet man damit, dass nur der kleinste Teil der dann in China gebauten Dodge tatsächlich in die amerikanischen Verkaufsräumen landen wird. Die Mehrzahl der Modelle sei für Schwellenländer und Lateinamerika bestimmt. Die sich abzeichnende Kooperation zwischen Chrysler und Chery betrifft zunächst ausschließlich die amerikanische Marke, die Mercedes-Produktion ist von der Entscheidung nicht betroffen.

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