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Chrysler

LaSorda hofft auf die Wende

Foto: Daimler-Chrysler

Der defizitäre amerikanische Autobauer Chrysler hofft auf eine Wende noch in diesem Jahr. Chrysler-Chef Tom LaSorda sagte am Montagabend (25.9.) in Detroit, angesichts geplanter Produktionskürzungen und neuer Modelle solle Chrysler in wenigen Monaten der Umschwung gelingen.

26.09.2006

"Wir sollten bis Ende des Jahres in guter Verfassung sein, das ist unser Plan", betonte der Automanager.

Daimler-Chrysler hatte Mitte September überraschend angekündigt, dass Chrysler in diesem Jahr statt eines Gewinns einen Verlust von rund einer Milliarde Euro Chrysler hinnehmen. Hauptgrund ist die Kaufzurückhaltung der amerikanischen Kunden, die angesichts der hohen Spritpreise lieber sparsamere Fahrzeuge kaufen. Über 70 Prozent der Chrysler-Modellpalette besteht aber aus eher Benzin-durstigen Automobilen.

Der chinesische Autobauer Chery bestätigte unterdessen, dass er mit Daimler-Chrysler über den Bau eines Kleinwagens verhandelt. Die nach Informationen aus dem Daimler-Chrysler-Konzern bereits für den Wochenanfang in Aussicht gestellte Einigung über die Kooperation verzögert sich aus unbekannten Gründen aber. Der Kleinwagen könnte als Dodge-Modell in den USA angeboten werden. Es wäre das erste in China gebaute Fahrzeug, dass auf dem größten Automobilmarkt der Welt verkauft würde.

LaSorda: "Neueinführungen folgen Benzinspar-Trend"

Nach Informationen der Zeitung "Detroit News" ist der Kleinwagenmarkt in den USA mit 300.000 Fahrzeugen oder zwei Prozent Marktanteil noch klein. 2010 könnten es 400.000 Autos jährlich sein. Dieses Fahrzeugsegment wird derzeit von den Japaner und Südkoreanern praktisch beherrscht.

LaSorda kündigte vor der Automotive Press Association in Detroit an, dass man in diesem Jahr noch mehrere neue Modelle auf den Markt bringen werde. "Viele dieser Neueinführungen folgen dem Benzinspar-Trend", sagte der Chrysler-Chef. Er wollte die Verhandlungen mit Chery nicht bestätigen, schloss aber eine Verbindung mit einem chinesischen Hersteller nicht aus. Chrysler plante schon vor der aktuellen Krise den Bau eines Kleinwagens und hat darüber unter anderem auch mit Volkswagen gesprochen.

Branchenexperten weisen darauf hin, dass das kleine Auto, das Dodge Hornet heißen könnte, die aktuelle Krise des Daimler-Chrysler-Tochter nicht lösen kann, weil bis zur Markteinführung Jahre vergehen können.

Stellenabbau oder Fabrikschließungen nicht ausgeschlossen

LaSorda gestand ein, dass er auf Chryslers hohe Lagerbestände von Pickups und sportlichen Geländewagen zu langsam reagiert habe. Vergangene Woche hatte der US-Autobauer angekündigt, seine Auslieferungen im laufenden zweiten Halbjahr um 16 Prozent auf 705.000 Fahrzeuge zu kappen. Das bedeutet für einige Werke einen zeitweisen Produktionsstopp bis Ende des Jahres. Nach Unternehmensangaben sind ein Stellenabbau oder Fabrikschließungen wie bei den Wettbewerbern Ford oder GM derzeit nicht geplant, ausschließen könne Chrysler aber nichts.

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