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Chrysler

Sanierungsplan Mitte Februar

Foto: Daimler-Chrysler

Die tief in die roten Zahlen gerutschte Marke Chrysler wird ihren Sanierungsplan erst Mitte Februar öffentlich machen. So viel sickerte nach einem Treffen des Daimler-Chrysler-Vorstandes aber doch durch: Geplant ist die Schließung von zwei US-Produktionsstätten, zudem soll der der Produktplan massiv überarbeitet werden.

22.12.2006

Nach der Vorstands-Sitzung am Mittwoch (20. Dezember) herrschte zunächst einmal tiefes Schweigen bezüglich der Maßanhmen, mit denen der amerikanische Part des Daimler-Chrysler Konzerns wieder auf Kurs gebracht werden soll.

Inzwischen sind aber einige Eckpunkte bekannt geworden. Demnach sollen in den USA mindestens zwei Produktionsstätten geschlossen werden. Damit möchte man einerseits die Überkapazitäten in den Griff bekommen, andererseits die Auslastung der Werke verbessern. Konkret als Schließungskandidat genannt wurde in US-Medien ein SUV-Werk in Newark. Zudem soll offensichtlich das Produktportfolio von Chrysler auf den Prüfstand kommen.

Derzeit hat Chrysler unter den Anbietern am US-Markt den prozentual  höchsten Anteil schwerer Geländewagen im Programm. Marktexperten sehen darin einen der Hauptgründe für die anhaltende Absatzschwäche von Chrysler am Heimatmarkt. Trotz der durchschnittlich höchsten Rabatte, liegt Chrysler 2006 beim Absatz mit deutlich über sieben Prozent im Minus. Im dritten Quartal hatte Chrysler die Märkte mit einer Verlustwarnung in Größenordnung von 1,2 Milliarden Dollar aufgeschreckt, für das Gesamtjahr wird ein Minus von 1,5 Milliarden erwartet. Die miesen Zahlen hatten bereits personelle Konsequenzen. So räumte Vertriebschef Joe Eberhardt Ende November seinen Schreibtsich.  

Die anstehenden Maßnahmen wurden von offizieller Seite nicht kommentiert. Das Gesamtpaket der Chrysler-Sanierung wird vermutlich am 13. Februar verabschiedet, ein Tag vor Vorlage der Bilanzzahlen. Thema dürfte dabei auch sein, welche Partnerschaften Chrysler im Segment der Kleinwagen eingeht.        

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