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Chrysler

Schnelle Lösung

Foto: Chrysler

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche strebt eine schnelle Lösung für die angeschlagene US-Tochter Chrysler an. Die Sanierung sei auf gutem Wege, sagte Zetsche am Dienstag (6.3.) auf dem Auto Salon in Genf.

06.03.2007

"Wir haben volles Vertrauen in den Restrukturierungsplan unserer Kollegen", sagte Zetsche im Hinblick auf die US-Tochter. Unabhängig von den Sanierungsbemühungen seien bei Chrysler aber weiterhin alle Optionen offen. Einzelheiten wollte Zetsche nicht nennen, schränkte aber ein: "Wir werden nicht bis Ende 2009 warten." Chrysler soll bis 2009 mit geplanten Einsparungen in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar eine Umsatzrendite von 2,5 Prozent erreichen oder übertreffen.

Zusammenarbeit mit GM ausgelotet

Angesprochen auf mögliche Kooperationen mit dem US-Autobauer General Motors (GM), sagte Zetsche, gegenwärtig würden die Optionen einer Zusammenarbeit ausgelotet. Ergebnisse gebe es hier aber noch keine. Große Chancen für Chrysler sehe er vor allem außerhalb der angestammten Märkte in Nordamerika. "Darauf sollten wir uns konzentrieren." In den USA bleibe die Situation angesichts des anhaltenden Preiskampfes zwar angespannt, in diesem Jahr aber gebe es eine Chance, dass die Fahrzeugpreise wieder steigen.

Chery rettet Chrysler

Von der Vereinbarung mit dem chinesischen Autobauer Chery zur gemeinsamen Produktion von Kleinwagen beispielsweise verspreche er sich schöne Renditen, sagte Zetsche. Hier habe sich Daimler-Chrysler weitgehende Exklusivität gesichert. Mit dem geplanten Kleinwagen will Chrysler eine schmerzhafte Lücke in der Produktpalette schließen. Bislang hatten die Amerikaner vor allem auf große Pickups und SUV gesetzt, von denen sich die Kunden wegen hoher Spritpreise aber abwandten. Dies hatte die massiven Absatzprobleme bei Chrysler ausgelöst. Die US-Tochter verhagelte die Konzernbilanz im vergangenen Jahr dadurch mit einem Milliardenverlust.

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