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Chrysler schürt Hoffnung

Foto: Chrysler

Die angeschlagene Daimler-Chrysler-Tochter Chrysler will ihren Sanierungplan im ersten Quartal 2007 vorlegen. Dies sagte Chrysler-Chef Tom LaSorda am Samstag (18.11.) auf der Messe Auto China in Peking. LaSorda bekräftigte, dass Chrysler im vierten Quartal versuchen werde, die Gewinnschwelle zu erreichen.

20.11.2006

Der drittgrößte amerikanische Autobauer hatte im dritten Quartal einen Verlust von knapp 1,2 Milliarden Euro eingefahren. Gleichzeitig wurde am Samstag in Peking bekannt, dass Mercedes-Benz seinen Absatz in China bis Ende Oktober um 49 Prozent auf 15.000 Fahrzeuge steigern konnte.

Spekulationen, der derzeitige VW-Markenchef Wolfgang Bernhard könne wieder zu Daimler-Chrysler zurückkehren und die Führung von Chrysler übernehmen, wollte LaSorda nicht kommentieren. "Ich konzentriere mich zu 100 Prozent darauf, bei Chrysler den Turnaround zu schaffen", betonte er. "Bernhard ist ein guter Freund von mir und ein guter Manager", meinte LaSorda. Der VW-Markenchef hatte vor wenigen Jahren zusammen mit dem heutigen Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche den US-Autobauer saniert.

Preisgünstiger Kleinwagen muss her

LaSorda hofft, bis zum Ende des Jahres eine Entscheidung treffen zu können, welcher Autobauer für die Amerikaner einen spritsparenden preiswerten Kleinwagen herstellt. Der Mangel an solchen Fahrzeugen ist ein Grund für die derzeitigen Verluste bei Chrysler. Man sei mit dem chinesischen Autobauer Chery und einem anderen Hersteller im Gespräch. Qualitätsprobleme bei einem Zuschlag für die Chinesen befürchtet LaSorda nicht.

Unterdessen kann sich der Stuttgarter Autokonzern über einen guten Absatz in dem am dynamischsten wachsenden Automarkt der Welt freuen. Vorstandsmitglied Rüdiger Grube, verantwortlich für das Geschäft in Nordostasien, sagte der dpa, dass der Absatz von Mercedes-Benz bis Oktober bereits um 49 Prozent auf 15.000 Fahrzeuge gestiegen sei. In der Mitte September eröffneten neuen Fabrik in Peking seien bislang 5.100 E-Klasse-Modelle produziert worden. Besonders erfolgreich ist die S-Klasse in China. Das Flaggschiff des Autokonzerns steigerte in den ersten zehn Monaten den Absatz um 18 Prozent auf über 6.000 Autos.

Konzernchef Dieter Zetsche sagte bei der Präsentation neuer Modelle für den chinesischen Markt, die S-Klasse sei derzeit so erfolgreich wie nie zuvor. Seit Ende 2005 sind nach seinen Worten weltweit über 100.000 Luxuslimousinen der S-Klasse verkauft worden. So viele S-Klasse-Autos seien in einem vergleichbaren Zeitraum noch nie abgesetzt worden. Der Markt für Premium-Automobile in China werde sich voraussichtlich innerhalb von drei Jahren verdreifachen, erwartet Zetsche. Zählten heute in China etwa 150.000 Autos im Jahr zu diesem Segment, dürften es bis 2010 rund 400.000 sein, sagte
Grube. Damit finde der Großteil des weltweiten Wachstums in diesem Segment bis 2010 (von 4,0 auf 4,5 Millionen Einheiten) in China statt, hob Zetsche auf der wichtigsten chinesischen Automesse hervor.

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