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Chrysler-Verkauf

Chrysler-Gläubiger klagen gegen Daimler

Foto: dpa 24 Bilder

Eine Gruppe von Gläubigern der früheren Daimler-Tochter Chrysler hat in den USA Klage gegen den deutschen Autobauer eingereicht. Bei dem Rechtsstreit geht es um milliardenschwere Vermögenswerte.

18.08.2009

Nach Ansicht der Gläubiger seien beim Verkauf der Chrysler-Mehrheit an den US-Finanzinvestor Cerberus im Jahr 2007 Werte von rund neun Milliarden Dollar (6,3 Mrd Euro) verloren gegangen, berichtete der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. Daimler wies die Vorwürfe am Dienstag (18.8.) erneut als haltlos zurück.


Daimler weist Vorwürfe zurück

"Daimler wird sich dagegen energisch zu Wehr setzen", teilte eine Sprecherin in Stuttgart mit. Der Autobauer hat bis Mitte September Zeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Ein New Yorker Gericht hatte den Rechtsstreit am vergangenen Donnerstag zugelassen.

Die Gläubiger werfen Daimler vor, rund neun Milliarden Dollar an Chrysler-Vermögenswerten zu dem deutschen Autobauer geholt zu haben, wie Bloomberg berichtete. Chrysler habe dafür aber nur 1,23 Milliarden Dollar bekommen. Daimler hatte 2007 nach neun gemeinsamen Jahren 80,1 Prozent der Anteile an dem US-Autobauer abgegeben. Vor wenigen Monaten trennten sich die Stuttgarter schließlich komplett von der ungeliebten US-Tochter. Allerdings belastete Chrysler bis zuletzt das Konzernergebnis.

Chrysler warf gerade in einem Insolvenzverfahren viel Ballast ab und machte einen Neustart mit dem Partner Fiat. Die Altlasten werden derzeit vor Gericht abgewickelt. Im Zuge dieses Verfahrens hatte die Gläubiger-Gruppe die Klage auf Entschädigung beantragt.

Das US-Finanzministerium, das Chrysler mit Milliardenhilfen stützte, verweigert jedoch die Bezahlung der Kosten des Rechtsstreits aus dem Topf für die Abwicklung der Altlasten. Offen ist, wie bei einem Erfolg der Klage mögliche erstrittene Gelder zwischen den Gläubigern, den Chrysler-Banken und der US-Regierung aufgeteilt würden.

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