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Chrysler-Verkauf

Daimler-Vorstände profitieren

Foto: dpa

Der Verkauf der schwächelnden US-Tochter Chrysler und glänzende Ergebnisse der Mercedes-Gruppe haben sich für die Spitzenmanager des Autobauers Daimler bezahlt gemacht.

27.02.2008

Der Vorstand des Stuttgarter Konzerns konnte 2007 insgesamt eine Jahresvergütung von 29,8 Millionen Euro einstreichen, wie aus dem Mittwoch (27.2.) veröffentlichten Geschäftsbericht von Daimler hervorgeht. Im Vorjahr hatte die Summe noch bei 20,5 Millionen Euro gelegen. 

Zetsche verdient 8,55 Millionen Euro

Das größte Stück vom Kuchen entfiel auf Vorstandschef Dieter Zetsche, der seinen Jahresverdienst von 5,09 Millionen auf 8,55 Millionen Euro ausbaute.

Die Bezahlung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus einer Grundvergütung, Sachbezügen, einem variablen Jahresbonus sowie einem Aktienoptionsplan zusammen. Der Jahresbonus orientiert sich an den Zielen des Unternehmens beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das operative Ergebnis hatte Daimler 2007 um 74,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2006: 4,9 Milliarden) auf 8,7 Milliarden Euro gesteigert. Schwungrad war dabei die Mercedes-Gruppe (Mercedes, Smart, Maybach), die das operative Ergebnis von 1,783 Milliarden auf 4,753 Milliarden hochfuhr. Zetsche ist auch Mercedes-Chef.

Sonderboni für Chrysler-Trennung

Zusätzlich kassieren konnten die Vorstandsmitglieder, die für den Chrysler-Verkauf zuständig waren. Sie erhielten laut Geschäftsbericht Sonderboni für die schnelle Abwicklung der Trennung von dem ehemaligen Sorgenkind. Daimler hatte im Sommer 2007 80,1 Prozent der Anteile an dem schwächelnden US-Autobauer an den Finanzinvestor Cerberus für rund 5,5 Milliarden Euro verkauft. Die transatlantische Autoehe wurde nach neun Jahren geschieden.

Der Stuttgarter Autobauer hatte im vergangenen Jahr erstmals detailliert Auskunft über die Vorstandsvergütungen berichtet. Zetsches Vorgänger als Vorstandsvorsitzender, Jürgen Schrempp, hatte sich stets geweigert, sein Gehalt zu nennen. Mit der Jahresvergütung 2007 wurde nach Angaben einer Unternehmenssprecherin eine festgelegte Obergrenze erreicht, die sich auch bei einer nochmaligen Steigerung des operativen Ergebnisses in diesem Jahr nicht erhöhen wird.

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