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Chrysler

Weitere tiefe Einschnitte

+++Update+++Nach Abschluss des neuen Tarifvertrages mit der US-Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW könnten beim Autobauer Chrysler bis zu 17.700 Jobs gestrichen werden.

30.09.2003

Der Vertrag enthalte entsprechende Vereinbarungen, berichtete die "Detroit News" in ihrer Onlineausgabe. Damit sollten die Produktivität erhöht und die Kosten gesenkt werden. Die Gewerkschaft vertritt bei Chrysler nach Angaben der Zeitung insgesamt 58.155 Arbeitnehmer.

Der Verkauf oder die Schließung von fünf Autoteile-Fabriken umfasse 8.000 Arbeitsplätze. Zusätzlich seien vier Teilebetriebe mit 4.300 Beschäftigten informiert worden, dass sie wettbewerbsfähiger werden müssten, da sonst der Verkauf oder die Schließung drohe. Außerdem würden 400 Designer-Jobs gestrichen.

Daimler-Chrysler und die Gewerkschaft hätten außerdem ein spezielles Ruhestandsprogramm vereinbart, in dessen Rahmen bis zu 5.000 der 12.000 Facharbeiterstellen bei Chrysler wegfallen könnten. Die Zeitung berief sich hierbei auf Gewerkschaftsdokumente und Unternehmensquellen. Ein Chrysler-Sprecher verwies nach Angaben der "Detroit News" auf die Notwendigkeit, die Produktivitätslücke zu den US-Auto- und -Teilefabriken ausländischer Anbieter zu schließen. Das Unternehmen wollte aber zum Inhalt des Vertrages keine Stellung nehmen.

Chrysler hat im zweiten Quartal einen Verlust von einer Milliarde Dollar verbucht und muss seine Kosten weiter senken, um wie geplant in diesem Jahr noch einen kleinen Gewinn zu erzielen. Der Autobauer aus Detroit hatte in den vergangenen drei Jahren bereits fünf Fabriken geschlossen und rund 26.000 Arbeitsplätze abgebaut.

Das Programm sehe jeweils im ersten Quartal über die vierjährige Laufzeit des Tarifvertrages Abfindungsangebote von 70.000 Dollar für in Frage kommende Facharbeiter vor. Die Facharbeiter verdienen bei Chrysler jährlich im Schnitt 79.000 Dollar. Der Stellenabbau bei den Facharbeitern könne die Beschäftigungskosten erheblich reduzieren und die Produktivitätslücke zwischen Chrysler und den nicht gewerkschaftlich vertretenen Fabriken der Japaner schließen.

Chrysler benötige 28 Arbeitsstunden je Auto, während die Nissan Motor Manufacturing nur 16 Arbeitsstunden und Fabriken der Toyota Motor 21 Arbeitsstunden je Fahrzeug benötigten.

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