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Citroen DS

Bund fürs Leben

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Besitzerwechsel sind normal in einem Autoleben. Nicht so bei dem Citroën DS von Elisabeth Keller. Die Schweizerin fährt die DS - die "Göttin" - seit 50 Jahren. Nie kam es für sie in Frage, ein anderes Auto zu besitzen.

13.07.2007 Ulrich Bethscheider-Kieser Powered by

Den Bund fürs Leben schließen die meisten Menschen vor dem Standesbeamten oder dem Pfarrer. Manche tun dies auch beim Autohändler. Sie kaufen einen Wagen und trennen sich nie wieder davon. So wie Elisabeth Keller aus dem schweizerischen Staufen. Im Oktober 1956 kaufte sie sich ihr erstes Auto: einen Citroën DS, das damals wohl revolutionärste Auto auf dem europäischen Markt.

Es ist ihr erstes und auch ihr einziges Auto

Denn Elisabeth Keller besitzt es noch heute, nach über 50 Jahren. Gemeinsam haben die beiden Damen viel erlebt. Heute tragen sie ihr Alter mit Stolz - die DS mit 50, Elisabeth Keller mit 86 Jahren. "Gemeinsam mit meiner Mutter bin ich über alle Schweizer Pässe gefahren, wir haben Urlaube im Tessin verbracht und Ausflüge in den Schwarzwald unternommen", erinnert sie sich. Stets habe die DS in einer Garage übernachtet. "In den 50 Jahren hat das Auto vielleicht zwei Nächte im Freien gestanden", beteuert Keller.

Das Auto führte in die Freiheit

Dass die ledige Schweizerin überhaupt zur Autofahrerin wurde, hängt mit ihrem ausgeprägten Selbstbewusstsein zusammen. Als ihr Vater starb, lebte sie mit ihrer Mutter im Elternhaus zusammen. Der Führerschein und ein eigenes Auto boten für die beiden Damen die Sicherheit, aus dem kleinen Örtchen Lenzburg herauszukommen. Mehr von der Schweiz und der Welt zu sehen, als der hohe Tellerrand der braven Gemeinde zuließ.

Ein Ford kam nie in Frage

Denn die junge Elisabeth Keller hatte in den fünfziger Jahren schon sehr genaue Vorstellungen, welches Auto sie denn fahren wollte. Ein Opel, wie in der Fahrschule, kam für sie nicht in Frage. "Da musste man ja sogar noch Zwischengas geben", empört sie sich noch heute. Und ein Ford war für sie "eine Blechkiste".

Als Alternative rückte der jüngste Star der französischen Autobranche in ihr Interesse. Im Oktober 1955 hatte Citroën die revolutionäre DS - die im Volksmund alsbald als "Die Göttin" apostrophiert wurde - vorgestellt. Bei Citroën gab es damals auch noch den 11 CV - seit mehr als 20 Jahren. Wenn die DS ähnlich lange im Programm bliebe, dachte sich die Interessentin, dann sei es wohl ein modernes Auto.

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