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Citroen Typ H feiert Jubiläum

Der Wellblech-Transporter wird 70

Citroen Typ H Transporter Foto: Citroen 10 Bilder

Der Citroën Typ H feierte vor 70 Jahren auf dem Pariser Automobilsalon 1947 seine Weltpremiere. Sein Erfolgsrezept war typisch für die Nachkriegszeit: Einfache Bauart, robuste Technik, Reduktion auf das Wesentliche und seine Vielseitigkeit.

25.08.2017 Uli Baumann 1 Kommentar Powered by

Ob als rollender Verkaufswagen, Wohnmobil oder Feuerwehrfahrzeug – der Kreativität beim Einsatz des Citroën Typ H waren keine Grenzen gesetzt. Jetzt wird der Transporter mit dem markanten Wellblech-Design, der den Citroën TUB sowie den Citroën Typ 32 ablöste, 70.

Wellblech-Look wie bei der Ju 52

Im Juni 1948 begann die Kommerzialisierung des frontgetriebenen Kleintransporters mit der charakteristischen Wellblechkarosserie nach Art des legendären Flugzeugs „Ju 52“. Abhängig von der zulässigen Zuladung wurden verschiedene Typenbezeichnungen (H, HY, HX, HW, HZ und 1600) verwendet.

Citroen Typ H Transporter Foto: Citroen
Der Typ H überzeugte durch seine Vielseitigkeit.

Zahlreiche Karosseriebauunternehmen, darunter auch einige in Deutschland, sorgten für eine große Vielfalt an Variationen des Typ H. Die verschiedenen Verlängerungen von Radstand und Überhang hinten erhielten die Bezeichnungen Modification A (40 Zentimeter Überhang) bis Modification F (1,2 Meter Radstandverlängerung und 60 Zentimeter Überhang). Dacherhöhungen von zehn, 20 oder 40 Zentimetern waren möglich. Zudem hatte der Kunde die Option, das Fahrerhausdach zusätzlich zu erhöhen.

Die Drehstabfederung verschaffte dem Citroën Typ H neben der guten Straßenlage auch im unbeladenen Zustand einen hohen Federungskomfort. Da die hinteren Drehstäbe voreinander lagen, um eine niedrige Bauart zu erreichen, war der Radstand folglich links (2.500 Millimeter) und rechts (2.536 Millimeter) unterschiedlich, obwohl er generell mit 2.558 Millimetern als gerechneter Mittelwert angegeben wurde. Der tiefe Einstieg des flachen Laderaums und der u-förmige Versteifungsrahmen ermöglichten dem Team um Ingenieur Pierre Franchiset und Konstrukteur André Lefèbvre eine Vielzahl an Aufbauten: Karosserieverlängerungen, Hochdächer, Pritsche mit Doppelkabine und vieles mehr. Ab Werk gab es den Lieferwagen mit 4,28 Meter Länge und Fahrgestell mit Fahrerhaus.

Antrieb wurde rückwärts verbaut

Typ H 70th Anniversary VanHommage an legendären Van

Große Verbreitung fanden die Varianten des Citroën Typ H im öffentlichen Dienst, beispielsweise als Fahrzeug der Feuerwehr oder der Post. Das Angebot der Karosseriebauer richtete sich vor allem an mittelständische Betriebe. Zum Einsatz kam der Citroën Typ H hier unter anderem als Planwagen (auch mit Doppelkabine), Autotransporter, Niederflurhubwagen, Verkaufswagen, Bus, Kühlwagen, Wohnmobil, Tiertransporter, Bestattungswagen oder auch als rollendes Labor. Zudem wurde in einigen Varianten die hydropneumatische Federung der DS an der Hinterachse eingebaut.

Der Citroën Typ H verfügte über Motor und Getriebe des Traction Avant und später der DS – jeweils „rückwärts“ eingebaut, also mit dem Motor vor der Vorderachse – und mit entgegengesetzter Motor-Drehrichtung (Droit). Auch Dieselmotoren von Perkins und Indénoor wurden angeboten.

Bis zum 14. Dezember 1981 wurden insgesamt 483.308 Exemplare des Citroën Typ H in Frankreich (Quai de Javel / Aulnay-Sous-Bois), Belgien (Forest, 5.343 Fahrzeuge) und den Niederlanden (circa 10.000 Fahrzeuge) gebaut.

Neuester Kommentar

Indénor schreibt man mit einem 'o'. Und soweit ich mich erinnere muss der Accent weg, das Akronym bedeutet schließlich "société industrielle de l'est et du nord".

mschlenker 25. August 2017, 11:15 Uhr
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