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Citroen Zukunft

C4 Picasso und DS-SUV sollen es richten

Citroen C4 Picasso Foto: Christian Schulte 11 Bilder

Peugeot und Citroën stehen vor Werksschließungen und Entlassungen. Diese neuen Modelle und Technologien sollen wieder Hoffnung verbreiten.

14.02.2013 Birgit Priemer

Immerhin - einen Spitzenplatz haben die Marken Peugeot und Citroën (sie bilden gemeinsam den PSA-Konzern) 2012 errungen: Mit 122,9 g/km CO2 sind sie unter Europas Autoherstellern Spitzenreiter bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Das ist löblich, rettet aber den Konzern nicht: Der hatte im letzten Jahr einen Absatzrückgang von 8,8 Prozent zu verkraften.

Citroën C4 Picasso kommt als VW Touran-Konkurrent

Neue Modelle müssen her - und die befinden sich bereits in der Pipeline: Peugeot bringt im Sommer mit dem 2008 ein neues Modell im boomenden Segment der Kompakt-SUV, und Citroën präsentiert den C4 Picasso in neuer Form. Der VW Touran-Konkurrent, schon immer eher ein bunter Vogel unter den oft faden Familienvans, bekommt wieder einen Schuss herzerfrischender Eigenständigkeit. In der Dachpartie ähnelt er dem Audi A1, das nach hinten schräg auslaufende Heck erinnert auf liebenswerte Weise an den verblichenen Chrysler PT Cruiser.

Für die Neuauflage des Vans, der auf dem Genfer Autosalon als Fünfsitzer Premiere feiert (siebensitziger Grand Picasso: IAA), hat der PSA-Konzern eine neue Plattform mit dem Code EMP 2 entwickelt, die analog zum quermodularen Baukasten bei VW der Start zu einer kostengünstigeren Produktion über alle Baureihen sein könnte - sowohl bei Citroën als auch Peugeot. Und sie bringt Vorteile im Verbrauch: Durch den Einsatz von Leichtbaumaterialien werden deutlich über 70 Kilogramm Gewicht eingespart, wodurch der CO2-Ausstoß um 13 g/km sinkt. Die Plattform ist übrigens vorbereitet für Hybrid- und Allradantrieb. Künftig bauen 50 Prozent aller von Peugeot und Citroën gefertigten Modelle auf dieser Basis auf, für die der Konzern 630 Millionen Euro investiert hat. Im Kleinwagen-Bereich bleibt es bei der Kooperation mit Opel.

Der Kunde hat die Wahl aus frech oder seriös

Der Citroën C4 Picasso als erster Vertreter dieses Baukastens wird fünf Zentimeter kürzer und auch etwas niedriger, nur der Radstand verlängert sich um rund fünf Zentimeter. Dafür werden die Überhänge vorne und hinten kräftig gekürzt, was dem Auto auch optisch gut tut. Markante Chromeinlagen im Grill und um die Seitenfenster verschaffen ihm zusätzliche Präsenz auf der Straße.

Beide Varianten unterscheiden sich übrigens stilistisch deutlich: Der Fünfsitzer ist der frechere Van, der Siebensitzer etwas seriöser gestaltet. Die Rückleuchten sind bei beiden komplett in die Heckklappe integriert - ein Element, das an die Q-Modelle von Audi erinnert. Praktischer Vorteil: eine ungewöhnlich niedrige Ladekante. Eine elektrisch öffnende Heckklappe, Rückfahrkamera, Toter-Winkel- und Spurhalte-Assistent runden die Chancen auf einen gelungenen Neustart ab.

Citroën und Peugeot arbeiten an kleinem Elektroauto

Doch Citroën will in diesem Jahr noch auf andere Art und Weise von sich reden machen. Wenn etwas sich gut verkauft, dann die DS-Baureihen. Seit Markteinführung dieser Edelmodelle (März 2010), die es mittlerweile als Citroën DS3, DS4 und DS5 gibt, sind über 300.000 Einheiten davon abgesetzt worden. Auf der Shanghai Auto Show im April wird es deshalb einen Ausblick auf einen DS-SUV geben – rund 4,70 Meter lang und mit einer Frontpartie, die an die Studie
Numero 9 erinnert.

Citroën und Peugeot gemeinsam arbeiten zusätzlich an zahlreichen technischen Innovationen, die zwischen 2013 und 2018 auf den Markt kommen sollen. Dazu zählt mit dem VeLV ein kleines Elektroauto für die Stadt, das auf 2,81 Meter Länge drei Personen Platz bietet und weniger als 700 Kilogramm wiegt. Die Reichweite beläuft sich auf rund 100 Kilometer. Um eine Weiterentwicklung der e-HDi-Technologie handelt es sich beim Projekt "Hybrid Eco", das durch eine effizientere Rekuperation dafür sorgen soll, dass die Hybride noch einmal 15 Prozent im Verbrauch einsparen. Die 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht es in Kombination mit dem Zehn-kW-E-Motor, bis 20 km/h rein elektrisch zu fahren.

Mit Druckluft und Wasserstoff in die Zukunft

Unter dem Stichwort "Hybrid Air" experimientiert der französische Konzern außerdem mit der Möglichkeit, Druckluft als Energiespeicher zu nutzen. Dadurch würden die teuren und schweren Batterien entfallen, was auch den Vorteil hätte, dass man keine Platzeinschränkungen mehr in Kauf nehmen müsste. Last but not least arbeiten beide Firmen an einem Dreizylinder, bei dem einer der Brennräume mit Wasserstoff befüllt werden kann, um zusätzlich Verbrauch einzusparen. Klingt nach Zukunftsmusik, aber Hauptsache, der krisengeschüttelte Konzern hat eine Zukunft.

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