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City Car T.25 - britischer Kleinstwagenprototyp

Gordon Murray präsentiert Stadtflitzer

Gordon Murray Design T.25 Foto: Gordon Murray Design 20 Bilder

Mit dem T.25 will der britische Ex-Formel1-Konstrukteur Gordon Murray den Kleinstwagenmarkt revolutionieren. Kompakter als ein Smart Fortwo soll der T.25 Platz für drei Personen bieten und später auch mit E-Antrieb kommen.

29.06.2010

Gordon Murray, bis zum Jahr 2006 noch in Diensten des Formel 1-Rennstalls McLaren, will mit seinem Kleinstwagenprojekt ein völlig neues Kapitel in der Geschichte der Mobilität aufschlagen. Setzte Murray in den 90ern mit dem McLaren F1 noch ein Highlight in der Supersportwagenszene, das bis heute zu den ganz großen Würfen zählt, so soll der T.25 ganz unten in der Segmenthierarchie ansetzen.

T.25 ist deutlich kleiner als ein Smart

Nur 2,40 Meter lang unterbietet der T.25 einen Smart Fortwo um knapp 30 Zentimeter. In der Breite bleibt der T.25 mit 1,30 Meter um 26 Zentimeter unter dem Smart. Nur in der Höhe überragt der Kleinstwagen mit 1,60 Meter den Hambacher um knapp sechs Zentimeter. Weitere entscheidende Vorteile soll er mit seiner Inneraumkonfiguration sammeln. Ausgelegt als Dreisitzer für drei Erwachsene - der Fahrer sitzt in der Mitte, die Passagiere flankieren ihn - sollen variable Sitze den T.25 auch zum Kleintransporter wandeln können. Das Gepäckvolumen variiert so zwischen 160 und 720 Liter. Den Zustieg ins Cockpit ermöglicht eine große Fronttüre - hier klappt der komplette Vorderbau nach vorne weg.

Die Plattform für den automobilen Zwerg bildet ein Composite-Fahrzeugboden, der mit einem Gitterrohrrahmen für den Karosserieaufbau kombiniert wird. Die Karosse an sich besteht aus einer Kunststoffbeplankung, die auf recyceltes Material zurückgreift.

Benziner und E-Variante in Planung

Angetrieben wird der T.25 von einem Dreizylinder-Aluminium-Motor, der vor der Hinterachse sitzt. Aus 660 Kubikzentimeter Hubraum schöpft der Vierventiler 51 PS und 57 Nm Drehmoment. Gekoppelt mit einem halbautomatischen Fünfganggetriebe soll der nur 575 Kilogramm schwere T.25 in 16,2 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchtsgeschwindigkeit von abgeregelten 145 km/h erreichen. Den Durchschnittsverbrauch gibt Murray mit 3,83 Liter auf 100 Kilometer an, der CO2-Ausstoß soll bei 86 g/km liegen.

Später soll der Dreisitzer mit dem T.27 noch eine Elektroversion folgen. Dann sorgt ein 25 kW und 875 Nm starker E-Motor für Vortrieb. Der dann 680 Kilogramm schwere Kleinstwagen soll in unter 15 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen können und eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h erreichen. Die Reichweite mit einer Batteriefüllung der 12 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie gibt Murray mit bis zu 160 Kilometer an.

Zur Ausstattung der Kleinstwagenmodelle zählen unter anderem ESP, ABS, Airbags, Crashboxen vorne und hinten, ein Seitenaufprallschutz und Einzelradaufhängungen.

80 Prozent günstiger in der Fertigung

Revolutionär wie das ganze Fahrzeugkonzept soll auch die Produktion des T.25 ausfallen. Auch hier hat Murray mit gängigen Konventionen gebrochen. Die Zahl der Einzelteile wurde deutlich reduziert, der Fertigungsprozess extrem verschlankt und der Einsatz von Recyclingwerkstoffen auf ein Maximum angehoben. Murray verspricht finanzielle Einsparungen von bis zu 80 Prozent gegenüber konventionellen Fertigungsmethoden. Jetzt fehlt Murray nur noch ein Investor, der den T.25 samt Produktionsprozess vom Planspiel zum Serienmodell umsetzt.

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