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Classic Car Club Manhatten

Club der automobilen Träume

Classic Car Club Manhatten Foto: Dani Heyne 15 Bilder

Der eigene Sportwagen in Manhattan? Für viele Autofans bleibt das ein Traum, schon weil ein Stellplatz dafür unerreichbar scheint. Die Not lindert ein Club.

22.04.2017 Dani Heyne

Der Boden der Halle ist gerade erst mit Presslufthämmern bearbeitet worden und erinnert nun mit seiner Schroffheit an die schlechten Straßen von Manhattan. Ein hartes Pflaster, vor allem für Sportwagen – und all jene, die gern einen hätten. Denn egal ob alter Fastback oder frischer Aventador – in Manhattan und Umgebung kostet bereits ein sicherer Stellplatz so viel wie in Berlin eine Zweizimmerwohnung. Von der Versicherung ganz zu schweigen.

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Reortage Classic Car Club Manhatten
auto motor und sport 08/2017
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Classic Car Club ManhattenFoto: Classic Car Club Manhatten
Ein Anblick der Autofans glücklich macht.

Autofans bleiben daher meist nur zwei Möglichkeiten: so viel Geld zu scheffeln, dass es reicht – oder Mitglied beim Classic Car Club Manhattan zu werden, was uns in die Halle mit der Boden-Kur zurückbringt. Sie steht am nördlichen Rand der Metropole, zwei der vier Rolltore gewähren einen kostbaren Blick auf den Hudson River. Was für eine Perle! Hier, wo noch vor ein paar Monaten die Pferdestaffel des NYPD wohnte, ziehen im Frühling ein paar Tausend PS mehr ein – sie gehören den rund 40 leckeren Schlitten des Classic Car Club.

Club für solvente Petrolheads

Was nach einer edlen Adresse für Miet-Klassiker klingt, ist für Autofans aus NYC aktuell die beste Adresse, ihre Autoleidenschaft auszuleben. Und zwar in illustrer Runde – mit feinsten Spielzeugen. Die Auswahl? Grob umrissen: vom 1956er Porsche 550 Spyder und einem 66er Ford GT im Gulf-Dress über einen grünen 72er Datsun 240Z und einen schneeweißen 89er BMW M3 bis hin zu Nissan GT-R und BMW i8. Langeweile kommt da garantiert nicht auf. Bei der Fahrzeugauswahl träumten sich die beiden Chefs des Clubs übrigens in ihre Kinderzimmer zurück – und erinnerten sich an die Poster an ihren Wänden.

2005 haben sie die Idee des Classic Car Club von England über den Großen Teich geholt – wohl wissend, dass die Umsetzung in NYC ein anderer Schnack ist. Michael Prichinello, einer der Chefs, erklärt es etwas genauer: "In New York kannst du dir bei einer solchen Geschäftsgründung keine Experimente erlauben. Entweder der Plan ist ausgefeilt und funktioniert, oder die Sache geht schief und verschlingt einen Haufen Kohle. New Yorker haben einfach keine Zeit, Zeit zu verschwenden."

Classic Car Club ManhattenFoto: Classic Car Club Manhatten
Egal ob alte Amerikaner oder moderner Sportwagen aus Italien. Hier ist für jeden was dabei.

Heute zählt der Club bereits rund 500 Mitglieder. Durchschnittsalter: 38. Durchschnittseinkommen: um die 600.000 Dollar pro Jahr. Kleinster gemeinsamer Nenner: Autos. Egal aus welchem Baujahr, egal wie stark oder schnell. Prichinellos Erfahrung: "Obwohl einige Mitglieder die teuersten Ferrari sammeln, können sie sich bei unseren Rennstrecken-Tagen am meisten über den kleinen MX-5 freuen – oder den Focus RS. Mehr Leistung ist eben kein Garant für mehr Fahrspaß."

Die Regeln des Clubs sind einfach: Wer einsteigen will, wird von einer Versicherung gecheckt – passt alles, kostet die Mitgliedschaft 180 Dollar pro Monat. Dazu können verschiedene Punktepakete erworben werden, mit denen man Zugang zum Fuhrpark erhält. Die Kombination aus Fahrzeug und Zeitraum ergibt die erforderlichen Punkte pro Ausritt.

Gemeinsam statt einsam

So weit das Standardprogramm, doch die Besonderheit des Clubs sind natürlich die Ausfahrten. Prichinello hat dazu eine einfache Begründung: "Egal wie lange man auf einen Traumwagen gespart hat – damit allein umherzufahren, langweilt. Vor allem in New York City." Daher entführt er seine Mitglieder regelmäßig auf Rennstrecken (man war bereits siebenmal auf dem Nürburgring) oder lädt zu wilden Roadtrips ein. Das formt die Gemeinschaft und das Clubgefühl. Kein Wunder also, dass über 80 Prozent der Autofans die Mitgliedschaft jedes Jahr verlängern.

Auf der anderen Seite ist Prichinello nicht so naiv, zu glauben, der Club würde einfach so weiterlaufen. Daher tüfteln er und sein Partner ständig an neuen Events. Zum Beispiel, einen Rekordwagen für das Salzseerennen in Bonneville aufzubauen – mit den Mitgliedern. Um 2018 gemeinsam an den Start zu rollen. Hilfreich sind dabei die hauseigenen Mechaniker, angeführt von einem Rallyecross-Champ, der die Elektrik der aktuellen Wagen beherrscht und die Technik der Oldies draufhat. So kann der Club auch kleinere Umbauten durchziehen – vor allen an den US-Autos der 60er- und 70er-Jahre. "Viele sind als Kind mit einem Mustang oder Charger aufgewachsen und empfinden die Kisten als perfekt. Wir wollen diese Erinnerungen nicht zerstören, wir verbessern hier und da. Denn diese Träume sind heilig."

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