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Classic Days Schloss Dyck 2012

Charity-Club: Nostalgie und Ehrenamt

Charity-Club, Freiwillige Foto: Archiv 7 Bilder

Ehrensache: Wenn es um den Erhalt ihres Schlosses geht, scheuen die Mitglieder des Vereins Classic Days e. V. keinen Aufwand.

24.06.2012 Powered by

Genau genommen handelt es sich um eine sehr persönliche Geschichte, in der Erinnerungen aus der Kindheit eine große Rolle spielen. Es sind unvergessene Bilder von Spaziergängen durch einen verwunschenen Park, durch eine wilde und gleichsam idyllische Welt, in deren Mitte sich ein Schloss befindet. Eine Anlage wie aus einem Märchen, mit mehreren Vorburgen, einem großen Tor sowie einem wunderschönen Innenhof.

Es wurde zu ruhig um Schloss Dyck - bis die Classic Days kamen

Erstmals im Jahr 1094 erwähnt, war es über 900 Jahre im Besitz der Familie zu Salm-Reifferscheidt-Dyck, heute zählt das Schloss zu einem der bedeutendsten Denkmalen im Rheinland.

Die Kinder, die damals durch den Park tobten, sind längst in ihren besten Jahren. Doch sie hängen noch immer an "ihrem" Schloss, welches inzwischen einer Stiftung gehört, die sich mit unterschiedlichsten Veranstaltungen dem Erhalt der Anlage verschrieben hat. Mittel für den Unterhalt kommen ebenso von Denkmalbehörden, dem Landschaftsverband und dem Bauminister. Einmal ist der Schlossgarten Schauplatz einer Europäischen Landesgartenschau, doch dann wird es ruhig in der Anlage.

Zu ruhig für einige ehrenamtlichen Schlossfans. Sie sind Klassik-Enthusiasten und träumen von einem Automobil-Fest im Stil einer großen Gartenparty auf dem Schlossgelände. Die Einnahmen sollen selbstverständlich der Anlage zu Gute kommen und diese dazu weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen. Im Frühjahr 2006 gründen sie den gemeinnützigen Verein Classic Days e. V., und nur vier Monate später finden die ersten Classic Days statt.

Überwältigende Resonanz - 22.000 statt 5.000 Besucher

Die Resonanz auf diese Idee ist überwältigend: Anstatt der erwarteten 5.000 Besucher kommen rund 22.000 Automobil-Fans auf das Schlossgelände, und jedes Jahr werden es mehr. 2011 zählen die Veranstalter knapp 40.000 Gäste, die sich an dem prallgefüllten Fahrerlager, an der Gartenparty mit Jazz, Picknick und Motorenlärm entlang der Rundstrecke erfreuen - es scheint, als habe die Klassik-Szene nur auf dieses Glanzlicht gewartet, der inzwischen größten Veranstaltung im Dyckschen Jahreskalender.

Immenser Aufwand für mehr als 300 Freiwillige

Im gleichen Maß wie die Besucherzahlen ist jedoch auch der Aufwand hinter den Kulissen gewachsen: Mehr als 300 Freiwillige leisten in ihrer Freizeit unzählige Arbeitsstunden, um die nächste Ausgabe der Classic Days vorzubereiten. In einer erprobten Veranstalter-Kooperation stemmen Verein und Schloss-Stiftung das stetig wachsende Fest: Die Stiftung betreibt die Kassen und garantiert, dass sämtliche Einnahmen aus den Ticketverkäufen ohne Abzüge dem Erhalt, der Pflege und der Restaurierung von Schloss Dyck zu Gute kommen, wohingegen der Verein die erforderlichen Gelände-Umbauten und die Event-Infrastruktur finanziert.

Größte Belohnung für die engagierten Dyck-Boys: eine erfolgreiche Neuauflage der Classic Days 2012 sowie die sichtbaren Fortschritte bei der Restaurierung "ihres" Schlosses. Manchmal ist es richtig, einem Kindheitstraum nachzuhängen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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