Fraktionschefin Renate Künast warf der Kanzlerin in der "Frankfurter Rundschau" vor, gegen ihre eigene Klimaschutz-Politik zu verstoßen. Merkel habe "wenige Tage nach dem Klimagipfel von Bali die Seiten gewechselt und sich zum Erfüllungsgehilfen der Spritfresser-Industrie gemacht".
Ebenso wie Merkel wies auch Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) die Pläne der EU-Kommission zurück, mit denen die Autoindustrie zu einer drastischen Verminderung des CO2-Ausstoßes bei Neuwagen gezwungen werden soll. Dies habe "nichts mit Klimaschutz oder Umweltschutz" zu tun, sagte Gabriel am Mittwochabend im ZDF-"heute journal". Die deutsche Autoindustrie würde damit erheblich mehr belastet als ihre Konkurrenz in anderen EU-Staaten.
CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer sprach in der "Frankfurter Rundschau" von einem "knallharten Angriff auf die deutsche Wirtschaft". Die Kommission müsse "wissen, an wessen Tropf sie ganz wesentlich hängt".
CO2-Pläne: Grüne kritisieren Merkel
Die Grünen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihrer Unterstützung für die deutsche Autoindustrie gegen die CO2-Pläne der EU-Kommission hart kritisiert.
Autor: dpa





