CO2-Steuer: Große Autos im Ausland extrem teuer

Große Limousinen und SUV mit hohem Spritverbrauch sind mittlerweile in Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden, in Portugal, Finnland und Norwegen durch neue CO2-Abgaben und Zulassungssteuern so teuer, dass die Hersteller erste Verkaufseinbrüche feststellen.

In Frankreich brach der Absatz teurer, großer SUV wie Audi Q7, Mercedes M-Klasse oder Porsche Cayenne nach Angaben der Marktbeobachter von CSM Worldwide in den ersten drei Monaten des Jahres um gut 46 Prozent ein, in Spanien um über 40 Prozent. Ein Beispiel für die drastischen Strafen: In Norwegen wird der Porsche Cayenne S mit einer Zulassungssteuer belegt, die das Auto zusätzlich um 53.460 Euro teurer macht. Damit erreicht die Zulassungssteuer fast den Listenpreis des Cayenne in Deutschland in Höhe von 67.681 Euro. Das ist nach einem Vergleich aller neuen CO2-Regelungen in Europa durch auto motor und sport der höchste Zuschlag aller Länder in Europa.

Drastisch draufzahlen müssen die Fahrer großer Fahrzeuge auch in den Niederlanden. CO2- und Luxussteuern verteuern den Cayenne mit einem CO2-Ausstoß von 358 Gramm pro Kilometer in Holland um 38.186 Euro, Finnland berechnet für den Luxus-SUV eine einmalige Zulassungssteuer von rund 26.000 Euro. Empfindlich trifft die Autohersteller, dass mit Großbritannien auch einer der größten Automärkte in Europa drastische Aufschläge insbesondere für große Dienstwagen eingeführt hat. Sie machen den Cayenne um 23.690 Euro teurer.

Deutlich darunter, aber immer noch happig, ist die Zulassungssteuer in Spanien, die für den Geländewagen bei 9.980 Euro liegt. Österreich führt im Juli 2008 eine jährliche Steuer ein, die den Cayenne mit 4.950 Euro belastet, Frankreich plant eine derzeit einmalige Jahresabgabe in Höhe von 3.130 Euro.

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Jens Katemann

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