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Mercedes-Benz W196R Streamliner für 2040

Autonome 500-km/h-Vision auf Basis des W 196

Mercedes-Benz 2040 W196R Streamliner - Concept - Designstudie Foto: Minwoong Im 20 Bilder

Mercedes eilte 1954 und 1955 mit dem W 196 von Sieg zu Sieg und Titel zu Titel. Der südkoreanische Designer Minwoong Im hat sich vom legendären Stromlinienrennwagen inspirieren lassen und einen autonomen Straßen-GT für 2040 entworfen.

05.01.2017 Andreas Haupt 1 Kommentar

Wie sich die Zeiten ähneln. Mercedes beherrscht die moderne und hochkommerzialisierte Formel 1 mit Hybridantriebstechnik nach Belieben. Mitte der 1950er Jahre als E-Motoren und Batterien als Speichermedium für Brems- und Abgasenergie in Rennwagen so wenig zu suchen hatten, wie Fleisch auf einem Vegetarier-Teller erlebte die damals noch in den Kinderschuhen steckende Königsklasse eine ähnliche Dominanz. Mercedes und Juan Manuel Fangio errangen die Fahrer-WM-Titel 1954 und 1955. Die Konstrukteurs-WM war noch nicht ausgeschrieben. Das passierte erst ab 1958.

Mercedes 2040 W196R Streamliner 500 km/h schnell

Fangio startete die Saison 1954 zunächst auf einem Maserati 250F. Erst zum vierten Grand Prix wechselte der Argentinier, heute nach Michael Schumacher der zweiterfolgreichste F1-Pilot nach WM-Titeln (5), zu Mercedes. Weil der W 196 mit Verspätung fertig wurde. Gleich beim ersten Auftritt in Reims/Frankreich gelang Fangio der Sieg. Mercedes setzte in dieser Zeit zwei unterschiedliche Rennwagen ein. Der vollverkleidete W 196 Streamliner kam auf schnellen Rennstrecken wie Reims und Monza zum Einsatz. Die Version ohne verkleidete Räder auf langsamen und kurvenreichen Pisten. Als Triebwerk diente ein frei saugender 2,5-Liter-Achtzylinder, der zunächst etwa 256 PS, später 290 PS ausspuckte. Das Triebwerk war schräg im Gitterrohrrahmen eingelassen.

Vor allem das Design des Stromlinienrennwagens hat sich bis heute in den Köpfen der Motorsport-Fans verfangen. Der W 196 Streamliner raste auch in die Gedanken von Minwoong Im und ließ ihn nicht mehr los. Der südkoreanische Designer entwickelte eine Vision, die nicht minder beeindruckend ist: der Mercedes 2040 W196R Streamliner – ein autonom fahrender GT für die Straße ab dem Jahr 2040.

Mercedes-Benz 2040 W196R Streamliner - Concept - DesignstudieFoto: Minwoong Im
Ein Jet-Motor treibt das Concept an.

Die Idee dahinter: Bis 2040 könnte ein Straßennetz entstehen, das nur von autonomen Autos genutzt wird. Und weil die Technik in den Autos bis dahin so ausgereift ist, könnten GT-Flitzer mit 500 km/h von A nach B schießen. So ein GT-Geschoss soll der Mercedes 2040 W196R Streamliner sein.

Die Anlehnung an das legendäre Vorbild ist unverkennbar. Für die Zukunft hat Minwoong Im das Design aber radikalisiert. Ein großes Maul schlürft den Asphalt auf. Bei der Gestaltung der Seitenpartie regte den Designer der Lauf eines Revolvers an. Darunter verlaufen die Turbinen des Jet-Motors, die hinten dominant aus dem Heck ragen. Der Sicht-Ausschnitt für das Cockpit ist so schmal, dass wohl nicht einmal ein Kätzchen durchpassen würde. Aus dem Dach wächst dem Concept eine prägnante Finne – sieht aus wie bei einem Le Mans-Rennwagen oder wie ein Irokesen-Schnitt. Auf einen Heckflügel verzichtet Minwoong Im.

Die vorderen Felgen wirken wie Turbinenschaufeln, die hinteren Felgen sind vollverkleidet. Die Abmessungen des Überfliegers: 4.875 Millimeter lang, 2.040 Millimeter breit und 1.100 Millimeter hoch. An sich ein äußerst stimmiger und aggressiver GT für die Zukunft. Wir hätten aber einen Vorschlag: Der Fahrer sollte auch 2040 selbst fahren dürfen.

Neuester Kommentar

Daimler sollte langsam aufhören, sich immer auf eine einzige Fahrzeugkonstruktion zu stützen, die bei Großen Preisen und der Sporwagenweltmeisterschaft in 15 Monaten gerade einmal 20 Rennen bestritten hat, dabei hat der Ausnahmefahrer Fangio von 14 Großen Preisen und 10 Siegen alleine neun gewonnen, davon waren vier Doppelsiege und eimal ein Dreifachsieg - also hat Mercedes mit dem W196 nur etwas über ein Drittel (36%) aller Großen Preis auch wirklich dominiert.
Dagegen ist die Formel 1 Saison 2016 für Daimler mit 19 von 21 möglichen Siegen und 8 Doppelsiegen (38%) eine große Katastrophe.

cap0815 5. Januar 2017, 00:58 Uhr
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