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Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2010 - Design-Schätze

Legenden, Luxus, Leidenschaft

Concorso d Eleganza Villa d Este 2010, Fahrzeug-Präsentation am Ufer des Comer-Sees. Foto: Dino Eisele 30 Bilder

Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2010 präsentierte auch in diesem Jahr viele noch weitgehend unbekannte Design-Schätze aus glorreichen Automobilepochen. Den vom Publikum vergebenen Coppa d’Oro-Preis des schönsten Fahrzeugs im Wettbewerb erhielt jedoch eine bewährte Technik-Body-Kombination.

25.04.2010 Franz-Peter Hudek

Die gleiche Prozedur wie jedes Jahr? So scheint es auf den ersten Blick: Wieder die schmale Kiesweg-Gasse zwischen Kaffehaus-Tischchen und eleganten Leuten hindurch, die auf der einen Seite vor dem Ufer des Comer Sees und auf der anderen Seite vor der herrschaftlichen Kulisse des altehrwürdigen Luxushotels der Villa d’Este sitzen. Wieder eine Horde Fotografen sowie eine Hundertschaft von Journalisten und Besuchern, die auf etwas Wichtiges warten. Und wieder das kleine Zelt, in dem das Tribunal der Juroren nebeneinander in einer Reihe sitzen wird.

Große Überraschungen und große Emotionen


Doch Urs Paul Ramseier, der auch in diesem Jahr als „Selecting Adviser“ die rund 50 exquisiten Klassiker der Baujahre 1926 bis 1971 für den Schönheitswettbewerb zusammenstellte, sorgte für große Überraschungen und große Emotionen auf dem Parkgelände sowie während der Parade durch die schmale Kiesgasse.

Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Comer See bei Cernobbio fand erstmals im Jahr 1927 statt. Damals nahmen an dem Wettbewerb natürlich keine Oldtimer, sondern aktuelle Serienfahrzeuge und Sondermodelle teil. Es folgten bis zum Krieg weitere Wettbewerbe, danach nur noch in den Jahren 1947, 1945 und 1949. Zwischen 1986 und 1998 gab es dann noch vier Events, bis 1999 die BMW Group mit ihrer mobilen Tradition die Patronatsschaft übernahm und in den folgenden Jahren den Concorso zur wichtigsten Veranstaltung in Europa formte.

Ausnahmen unter den Rennwagen, Sportwagen, Coupés und Cabrios


Die Teilnehmer-Autos sind in acht verschieden Klassen aufgeteilt und bestehen in diesem Jahr nahezu ausschließlich aus Rennwagen, Sportwagen, Coupés und Cabrios. Eine Ausnahme bildet die Viertürer-Limousine Lancia Aurelia B56 Florida mit Karosserie von Pinin Farina in wunderbarer zweifarbiger Optik und hinten angeschlagenen Fond-Türen. Die Optik der Heckpartie wurde für das Serienmodell Flaminia übernommen. Die Lancia-Limousine ging in der Klasse der Styling-Studien 1952 bis 1965 an den Wettbewerb, welche die meisten Karosserie-Attraktionen und einige kaum bekannte Hersteller-Kombination bot. Dazu zählte auch ein Cisitalia-Ford, den Henry Ford II 1951 persönlich in Auftrag gegeben hatte und in den USA als Serienmodell auf den Markt kommen sollte.

Preise dank Fahrer, Anreise, Design und Publikumsgunst


Auch bei den Rennwagen gab es einige Juwelen zu bewundern wie den ultraflachen Talbot-Darracq Grand Prix-Rennwagen von 1926, der mit seiner roten Schnauze beinahe die Kiespiste berührte. Er gewann dank prominenter Piloten wie Henry Seagrave und Tazio Nuvolari den Spezial-Preis der Jury. Weitere Jury-Preise, die bereits am Samstag-Nachmittag vergeben wurden: Der Preis für die weiteste Anreise ging an Frans van Haren, der mit seinem herrschaftlichen Mercedes-Benz 710 SS auf eigener Achse aus den Niederlanden anreiste. Den Preis für das am meisten begeisternde Design erhielt das Alfa Romeo Giulia TZ2-Coupé von 1965 mit Pininfarina-Karosserie im gepflegten, unrestauriertem Originalzustand. Das Publikum wählte den teuflisch-aggressiv gestylten Maserati A6GCS von 1955 mit Frua-Karosserie zu seinem Favoriten, der den begehrten Coppa d’Oro Villa d’Este erhielt.

Mehr über Oldtimer und Youngtimer erfahren Sie bei den Kollegen von Motor Klassik.

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