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Concours d'Elegance in Pebble Beach

Foto: Pebble Beach Concours d'Elegance 29 Bilder

Mit den rund 175 Oldtimern stand beim diesjährigen Concours d’Elegance im kalifornischen Pebble Beach ein millionenschweres Starterfeld zur Wahl. auto motor und sport-Redakteurin Birgit Priemer mit ihren Eindrücken.

20.08.2008 Birgit Priemer

Auch wer in einer der zum Teil über 20 Millionen teuren Luxus-Villen am 18. Loch des weltberühmten Pebble Beach Golf-Clubs wohnt, kann auf Taschengeld nicht einfach so verzichten. Zwischen 40 und 60 Dollar kassieren die Großverdiener für einen Parkplatz vor dem eigenen Haus während des 58. Concours d’Elegance - ein Angebot, das trotz dieser horrenden Preise dankend angenommen wird.

Irgendwo müssen sie schließlich hin, die Bugatti 16.4 Veyron, Spyker C8, Mercedes SLR 722 oder Rolls-Royce Phantom, die zum wichtigsten Oldtimer-Treffen der Welt persönlich anrollen.

Schaulauf der Eitelkeiten

Es geht in Pebble Beach nicht allein um die Präsentation kostbarer Pretiosen der Vergangenheit. Im Gegenteil: Die Autoindustrie nutzt das Come-together auf der Monterey Peninsula am Rande des Pazifiks, um ihrer Kundschaft frisches Geld aus gut gefüllten Taschen zu locken.

Ferrari nutzt das steinreiche Umfeld, um den California erstmals zu präsentieren, Cadillac gibt Ausblick auf das CTS Coupé und Bugatti rückt die offene Version des 16.4 Veyron in den Mittelpunkt – mit nicht zu unterschätzenden Problemen: Die ersten 50 der 150 geplanten Modelle des Grand Sport genannten Überfliegers bleiben zunächst einmal jenen Kunden vorbehalten, die bereits einen der 1001 PS starken Flitzer fahren. Doch wer bekommt die Nummer eins? "Um Interessenskonflikte zu vermeiden, haben wir uns entschlossen, das erste Modell zu versteigern," so ein Sprecher des Hauses. Keine schlechte Idee: Das höchste Gebot beläuft sich schließlich auf 2,9 Millionen Dollar.

Pebble Beach ist ein Schaulaufen der Eitelkeiten - dafür sorgen nicht nur die horrenden Eintrittspreise von 175 Dollar. Dazu trägt auch die Auswahl kostbarster Modelle der Vergangenheit bei: Vor den Augen der kritischen Jury - bestehend aus BMW-Designchef Chris Bangle, dem scheidenden Mercedes-Designchef Peter Pfeiffer, Rennfahrerlegende Jochen Mass, Ex-Formel 1-Pilot Stirling Moss oder Bentley-Chef Franz-Josef Paefgen - drehen sich auf Hochglanz gewienerte automobile Schätze aus aller Welt: Da ist der Peugeot Typ 3 Vis-avis von 1892 als ältester existierender Peugeot, ein rarer Jordan Model Z Speedway Ace Roadster, ein Cord L-29 Phaeton Sedan als erstes US-Auto mit Frontantrieb und ein Benz Velo von 1894 mit 1,5 PS und Allradantrieb.

Unter ihren beigen Strohhüten achtet die Jury dabei nicht nur darauf, ob der Motor des betagten Vehikels noch anspringt. Es geht auch um Originalität, Rarität und den allgemeinen Erhaltungszustand. Dem Vorwurf, heutzutage in einem besseren Zustand zu sein als zu echten Lebzeiten, müssen sich die Klassiker dabei nicht mehr so aussetzen wie in der Vergangenheit. Jaguar-Designchef Ian Callum. "Die Autos befinden sich wieder mehr im Originalzustand. Die Besitzer gehen beim Restaurieren nun bewusster vor."

Den prestigeträchtigen Titel "Best of Show" trägt zum zweiten Mal ein Alfa in Form des 8C 2900 B davon, von dem nur 33 Exemplare gefertigt wurden. Die eigentlich Gewinner sind nach Ende der Veranstaltung allerdings die Mitglieder des Pebble Beach Golfclubs. Sie haben ihr 18. Loch endlich wieder für sich.

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