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Connaught Type-D

Hybridsportler aus England

Foto: Connaught 4 Bilder

In Goodwood haben jetzt zwei ehemalige Jaguar-Berater einen neuen hybridgetriebenen Sportwagen präsentiert. Unter der Haube des revolutionären Connaught Type-D arbeitet ein V10-Hybrid-Motor mit nur 2,2 Liter Hubraum.

06.09.2004

Früher verdienten sich Tim Bishop und Tony Martindale ihre Brötchen als beratende Ingenieure bei Jaguar, heute wollen die beiden ihren Traum vom sauberen Sportwagen leben.

Herzstück des Connaught Type-D ist ein Leichtmetall-V10-Motor mit einem Hubraum von 2,2 Litern, der in Kombination mit einem Elektromotor 162 PS leisten und ein maximales Drehmoment von 195 Nm bereitstellen soll. Damit soll der 2+2-Sitzer mit Frontmotor, Fünfgang-Schaltgetriebe und Heckantrieb eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h erreichen und den Sprint von Null auf 100 km/h in 6,2 Sekunden absolvieren.

Die Kraft für den Elektroantrieb, der in drei Modi gefahren werden kann, entspringt einem 48-Volt-Bordnetz. Im Sportmodus saugt der Elektroantrieb die Batterie ohne Rücksicht auf den Ladezustand leer. Im Normalmodus steuert die Bordelektronik die Leistungsabgabe so, dass die Batterie gerade ausreichend geladen wird. Im Eco-Modus wird der Output soweit reduziert, dass die Batterie immer ausreichend gefüllt wird. Zugleich soll der gesamte Antriebsstrang die Anforderungen der Euro 4-Abgasnorm sowie die vorgaben der US-ULEV-Vorschriften deutlich unterschreiten und mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,6 Liter auf 100 Kilometer auskommen.

Denkfabrik ohne eigene Produktion

Einzigartig wie der Antrieb ist auch das Produktionskonzept der Connaught Motor Company. Als virtuelle Autofabrik übernehmen die Projektmitarbeiter lediglich Management- und Konstruktionsaufgaben, alle anderen Arbeitsschritte werden außer Haus gegeben. So entsteht die ultraleichte Karosse, die nach Computerberechnungen des Konzerns im EuroNCAP-Crashtest fünf Sterne und auch die Maximalpunktzahl im Fußgängerschutz erreichen soll, bei EPM Technology, einem im Rennwagenbau engagierten Subunternehmen. Auch der filigrane aus Stahl und Aluminium gefertigte Gitterrohrrahmen, der zum geringen Gesamtgewicht von nur 750 Kilogramm betragen soll, entsteht extern.

Optisch orientiert sich der Type-D an klassischen britischen Vorbildern wie dem Aston Martin DB4 und DB5. Wobei auch hier von den Konstrukteuren einige Schmankerl verbaut werden. So ist der Heckdiffusor zugleich Auspuff und hinterer Stoßfänger. Der Unterboden des Type-D ist vollkomen verkleidet und auch sonst spielt aeordynamische Effizienz eine große Rolle. Was den Fahrer im Innenraum des Connaught erwartet, wissen die Erbauer selbst noch nicht. Hier werden derzeit noch verschiedene Konzepte geprüft.

Als Marktstart haben die beiden Enthusiasten den Mai 2006 anvisiert. Dann soll der Type-D zu Preisen ab 51.500 Euro auf den Markt kommen. Im ersten Jahr sollen rund 50 Fahrzeuge an den Mann gebracht werden, dann jährlich rund 2.000. Später soll zudem noch eine Cabriversion mit einem versenkbaren Hardtop hinzukommen.

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