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Conti

40-Stunden-Woche kommt

Die Continental-Tochter Teves in Gifhorn kehrt nach Unternehmensangaben zur 40-Stunden-Woche zurück. Bisher arbeiten die Beschäftigten 35 Stunden pro Woche. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes werde "deutlich verbessert", teilte der Autozulieferer am Dienstag (28.6.) mit.

28.06.2005

Rund 1.500 Arbeitsplätze bekämen eine "Zukunftsperspektive". Zu einer Betriebsvereinbarung, die bis Ende 2009 läuft, zählt aber auch der "sozialverträgliche" Abbau von 200 Stellen. Geplante Verlagerungen ins Ausland sind zwar vorerst vom Tisch, eine Garantie für den Standort gibt es jedoch nicht. Teves fertigt unter anderem elektronische Bremssysteme.

Die IG Metall zeigte sich im Großen und Ganzen zufrieden mit der Vereinbarung. IG Metall-Sprecher Jörg Köther widersprach jedoch der Darstellung des Unternehmens, Teves kehre zur 40-Stunden-Woche zurück. Im Rahmen des Tarifvertrages gebe es eine "zeitlich begrenzte" Erhöhung der Wochenarbeitszeit in zwei Stufen - erst auf 37,5, dann auf 40 Stunden. Diese Mehrarbeit werde bezahlt. Mehrarbeit ohne Lohnausgleich gebe es nicht.

Conti spart bei Teves nach Angaben aus Unternehmenskreisen 12,5 Prozent der Personalkosten. Nach Darstellung der IG Metall sind dies umgerechnet 10 Millionen Euro pro Jahr. Dies werde erreicht vor allem durch den Wegfall von zusätzlichen bezahlten Pausen und die Kürzung von Zulagen. Conti dagegen spricht von einer "Absenkung des Lohn- und Gehaltsniveaus".

Aus Conti-Sicht ist die Betriebsvereinbarung eine tragfähige Grundlage, um bei Teves "nach heutigem Ermessen" die gegenwärtige Produktion insbesondere bei Radbremsen bis 2009 fortzusetzen. Laut Conti-Personalvorstand Thomas Sattelberger geht die Unternehmensleitung davon aus, dass es auch nach Auslaufen der Vereinbarung Ende 2009 keine Rückkehr zur 35-Stunden-Woche gibt. Der Wettbewerbsdruck sei dann "mit Sicherheit" nicht geringer als heute,
die Arbeitsplätze sonst "noch stärker gefährdet". Köther dagegen kritisierte, es gebe keinen "Automatismus". Dies sei "abwegig".

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