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Conti

Aktionäre gegen Abfindung

Foto: Continental

Die freien Aktionäre des Ende 2004 durch Continental übernommenen Autozulieferers Phoenix wehren sich gegen eine Zwangsabfindung für ihren Aktienbesitz.

22.08.2007

Auf der Hauptversammlung des Konzernbereiches Conti-Tech warfen Aktionärsschützer der Unternehmensführung am Mittwoch (22.8.) vor, die Minderheitsaktionäre sollten "zu einem Spottpreis" ausgeschlossen und "enteignet" werden.

Conti-Tech hatte den Aktionären, die noch 3,15 Prozent Anteile halten, eine Barabfindung von 24,83 Euro pro Aktie vorgeschlagen. Dies sei angesichts der guten Unternehmensentwicklung "ein grotesk niedriger Preis", sagte ein Aktionärsvertreter. Er forderte einen Betrag von "30 plus". Ein langjähriger Phoenix-Aktionär warf Conti "rücksichtsloses Abzocken der Minderheitsaktionäre" vor.

Conti-Tech-Vorstand Gerhard Lerch sagte bei der Hauptversammlung, nachdem die Integration von Phoenix weitgehend abgeschlossen sei, solle die Übertragung der restlichen Anteile auf den Hauptaktionär eine effiziente Unternehmensführung innerhalb des Conti-Konzerns sicherstellen.

Nach der erfolgreichen Eingliederung des Hamburger Konkurrenten soll nun der Industrieanteil des Geschäfts weiter ausgebaut werden. Damit wolle sich Conti-Tech auch unabhängiger von Schwankungen in der Autobranche machen. Die Umsatzrendite wäre ohne den Industriebereich deutlich schlechter, sagte Lerch. Zum Anstieg der Rendite 2006 auf 10,9 Prozent - nach 6,5 Prozent im Vorjahr - habe auch die Phoenix- Integration mit Synergien in vielen Bereichen beigetragen.

57 Prozent des Umsatzes in der Autoindustrie

Conti-Tech macht nach Angaben Lerchs derzeit rund 57 Prozent des Umsatzes in der Autoindustrie, 43 Prozent mit anderen Abnehmern, etwa im Maschinen- und Bergbau. Conti-Tech mit weltweit 21.412 Beschäftigten ist einer von vier Konzernbereichen des Autozulieferers und Reifenherstellers Continental. Conti-Tech fertigt etwa Schläuche, Antriebsriemen, Transportbänder und Luftfederungen. Der Umsatz betrug im vorigen Jahr 2,8 Milliarden, was nach Angaben Lerchs bereinigt um Veräußerungen einem Plus von 6,8 Prozent entsprach. Dabei habe der Industriebereich mit 9,0 Prozent überdurchschnittlich zugelegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich trotz der gestiegenen Rohstoffpreise auf 304,9 Millionen Euro fast verdoppelt. 2007 sollen Umsatz und Ergebnis weiter zulegen.

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