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Continental

Conti-Chef deutet weitere Werksschließungen an

Foto: dpa

Die Belegschaft des Autozulieferers Continental muss sich auf weitere Werksschließungen einstellen. "Wir müssen unsere Kosten noch mehr drücken, um auf die Krise zu reagieren. Wir haben keine konkreten Pläne, der Prozess läuft aber", sagte Vorstandschef Karl-Thomas Neumann am Mittwoch (29.4.) in Hannover.

29.04.2009

"Unser Haus ist zu groß", sagte Neumann. "Wir sehen uns Schritt für Schritt an, was wir machen müssen, ob das nun dieses Jahr passiert oder nächstes."

Continental war im ersten Quartal 2009 vor allem wegen eines drastischen Umsatzrückgangs in die roten Zahlen gestürzt. Die Pläne, Reifenwerke am Stammsitz Hannover und im nordfranzösischen Clairoix mit insgesamt 1.900 Beschäftigten dicht zu machen, hatten bereits für breite Proteste gesorgt. Zudem wurden zehntausende Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt und der Sparkurs verschärft.

Kostensenkungsprogramm wird im 2. und 3. Quartal stärker greifen

Neumann sagte, das größte Kostensenkungsprogramm in der Unternehmensgeschichte habe Conti bislang bereits geholfen. "Sonst wären wir im ersten Quartal in eine absolute Katastrophe geraten." Conti habe mittlerweile mehrere hundert Millionen Euro an Kosten gespart. "Die Effekte werden im zweiten Quartal und in den folgenden Quartalen noch stärker greifen."

Neumann rechnet mit leichter Markterholung in Q2

Der Vorstandschef sagte zudem, Conti rechne mit einer leichten Markterholung ab dem zweiten Quartal. "Wir erwarten, dass wir im zweiten Quartal im Vergleich zum sehr schwachen ersten Quartal eine deutlich verbesserte Umsatzsituation haben werden und damit auch unsere Ergebnissituation verbessern können." 2009 werde aber ein "schlechtes Jahr". Das Hauptziel sei, die Schulden zu reduzieren.

Zur Zukunft von Conti und dem ebenfalls angeschlagenen Großaktionär Schaeffler sagte Neumann: "Die entscheidende Frage ist, wie können wir die Conti optimal für die Zukunft positionieren, für sich und in Zusammenarbeit mit Schaeffler. Das Ziel muss ein überzeugend aufgestelltes Unternehmen sein, das gut durch die Krise durchkommt und verstärkt aus ihr hervorgeht - das vernünftig finanziert ist, das innovative Produkte und einen starken Produktmix hat und vor allem eine klare Perspektive aufzeigt."

Neumann bekräftigte, in spätestens 100 Tagen ein Zukunftskonzept vorzulegen. "Mehr Zeit bleibt uns nicht". Der Conti-Chef verwies darauf, dass der Konzern im August 2010 eine Tranche in Höhe von 3,5 Milliarden Euro aus dem Kauf der Siemens-Sparte VDO ablösen müsse. Dazu sei ein gut aufgestelltes und finanziertes Unternehmen notwendig. Zudem habe Conti den Mitarbeitern viel zugemutet, etwa durch Kurzarbeit und Gehaltsverzicht. "Wir müssen sie motivieren und Ihnen sagen, wie die Zukunft aussieht."

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