Conti: Keine Verhandlungen über Zulieferer-Kauf

Beim Autozulieferer Continental gibt es laut Vorstandschef Manfred Wennemer keine Gespräche oder Verhandlungen über den milliardenschweren Kauf eines Autozulieferers.

Dies schrieb Wennemer in einer Stellungnahme an die Aufsichtsräte. Medien hatten berichtet, Conti erwäge im Zuge der Abwehr einer drohenden Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe einen solchen Zukauf. Zugleich bekräftigte Wennemer, er werde nichts unternehmen, was der Conti schaden könnte. Er werde keine "Wert vernichtenden Handlungsoptionen" zulassen.

Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, Wennemer plane eine mehr als drei Milliarden Euro teure Übernahme in der Autozulieferer-Branche und wolle Schaeffler damit die Übernahme verleiden. Wennemer habe dabei offenbar die Münchner Knorr-Bremse AG ins Visier genommen. Dies wies der Vorstandschef nun deutlich zurück.

Im seit einem Monat dauernden Übernahmekampf trifft sich der Aufsichtsrat von Conti am Mittwoch erneut zu einer Krisensitzung. Wennemer will dem Kontrollgremium dabei mögliche Abwehrmaßnahmen vorstellen. Die Conti-Führung muss bis Mitte der Woche eine offizielle Stellungnahme zu der Schaeffler-Übernahmeofferte abgeben. Schaeffler bietet 70,12 Euro pro Aktie. Aus Sicht von Conti ist dies viel zu wenig.

Schaeffler bietet Conti Vereinbarung über Zusagen an

Derweil hat die Schaeffler-Gruppe Continental eine schriftliche Vereinbarung über Zusagen im Falle einer Übernahme angeboten. Das verlautete am Montag aus Schaeffler-Kreisen. Dabei solle etwa vereinbart werden, dass es keine Zerschlagung der Continental AG geben werde. Das Unternehmen solle auch künftig an der Börse notiert sein, wenn möglich im DAX. Continental solle als eigenständige Gesellschaft mit Sitz in Hannover erhalten bleiben. Durch die Transaktion werde es nicht zum Verlust von Arbeitsplätzen kommen. Schaeffler hatte solche Zusagen bereits mehrfach angekündigt.

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dpa

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