Conti / Schaeffler
Umbau der Conti-Spitze - Machtkampf beendet
Mit einem grundlegenden Umbau der Conti-Spitze wollen der Autozulieferer Continental und sein Großaktionär Schaeffler ihren monatelangen Machtkampf beenden.
Der Schaeffler-Manager Elmar Degenhart wird neuer Conti-Vorstandschef. Das teilte Conti am Mittwoch (12.8.) in Hannover nach einer Krisensitzung des Aufsichtsrats mit.

Rolf Koerfer wird mittelfristig sein Amt abgeben
Degenhart löst Karl-Thomas Neumann ab, der nach einem erbitterten Machtkampf mit Großaktionär Schaeffler nach nicht einmal einem Jahr im Amt abberufen wurde. Zugleich aber muss auch der Schaeffler-Berater Rolf Koerfer mittelfristig seinen Posten als Aufsichtsratschef aufgeben.
Koerfer habe die Bereitschaft erklärt, den Aufsichtsratsvorsitz abzugeben, nachdem die Neuordnung des Vorstands, insbesondere die Bestellung eines Finanzvorstands, vollzogen sei. Zudem soll ein neuer Aufsichtsratschef von außen gesucht werden. Koerfer soll dem Aufsichtsrat als Präsidiumsmitglied weiterhin angehören
Weitere Vorstände berufen
Außerdem hat der Aufsichtsrat drei neue Vorstandsmitglieder berufen: Ralf Cramer (43, Leiter der Division Chassis & Safety der Continental AG), Helmut Matschi (46, Leiter der Division Interior der Continental AG) und Nikolai Setzer (38, Leiter der Division Pkw-Reifen der Continental AG).
Neumann erhält 7,4 Millionen Euro Abfindung
Continental und Schaeffler hatten sich einen erbitterten Machtkampf geliefert. Wer Koerfers Nachfolger wird, ist offen. Schaeffler hatte bei einer dramatischen Aufsichtsratssitzung Ende Juli versucht, Conti-Chef Neumann zu stürzen, war aber am Widerstand der Arbeitnehmerseite gescheitert. Die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit für eine Ablösung Neumanns kam nicht zustande. Danach kam es Verhandlungen über eine Kompromisslösung.
Im Mittelpunkt bei Conti dürfte nun eine geplante Kapitalerhöhung für den finanziell angeschlagenen Autozulieferer stehen. Conti braucht frisches Geld. Der Conti-Aufsichtsrat hatte Ende Juli auf Drängen Neumanns Ende Juli grünes Licht für eine Kapitalerhöhung von bis zu 1,5 Milliarden Euro gegeben.
Unterdessen wurde bekannt, dass Karl-Thomas Neumann eine Abfindung von 7,4 Millionen Euro erklärt. Das sagte der stellvertretende Conti-Aufsichtsratschef Werner Bischoff von der Gewerkschaft IG BCE. Neumann habe einer Vertragsauflösung bei dem Autozulieferer zugestimmt. Schaeffler-Eigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler beteilige sich an den Kosten für die Abfindung. Bischoff sagte zudem, er rechne innerhalb der nächsten zehn bis 12 Monate nicht mit einer Fusion von Conti und Schaeffler.
Hoffentlich muß die Abfindung Frau Schäffler aus Ihrem eignen Portomaie bezahlen. Die Halbwertzeit von Vorständen in Dax-Unternehmen liegt bei weniger als 3 Jahren. D.h. fast kein Vorstand schafft es seinen Vertrag bis zum Ende der Vertraglich Laufzeit zu erfüllen. Und dies nicht weil der Vorstand das nicht will, nein die sog. Eigner bzw. deren Vertreter im Aufsichtsrat sind diese Wahnsinnigen. Wenn man die auszuzahlenden Gehälter für die Restlaufzeit der Verträge für ein Jahr zusammen addiert, könnten mann auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag kommen. Bei den Mitarbeitern wird jeder €ro dreimal gewendet und wenn es darum geht seinen eignen Eitelkeiten im Aufsichtsrat nachzugehen, dann spielen Millionen keine Rolle. Ich kenne das aus eigner Erfahrung aus der alten Quelle-Gruppe.Eine Schande für die gesamt deutsche Wirtschaft. Die sog. Abfindungen und Auszahlung von Restgehältern dürfte nicht mehr als Betriebsausgabe anerkannt werden, dann wäre Schluß mit dieser Sauerei.












































