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Conti

Stärker von Asien profitieren

Foto: dpa

Der Autozulieferer Continental will stärker vom Boom der Automärkte in Asien profitieren und sein Geschäft dort massiv ausbauen. Bis zum Jahr 2015 soll der Anteil des Asiengeschäfts am Gesamtumsatz von derzeit acht auf 20 bis 25 Prozent erhöht werden.

25.04.2008

Dabei gehe es um profitables Wachstum, sagte Vorstandschef Manfred Wennemer am Freitag (25.4.) bei der Hauptversammlung in Hannover. "Wir halten nichts davon, uns in Wachstum einzukaufen - zum Preis dauerhaft unbefriedigender Margen oder gar roter Zahlen."

Wennemer bekräftigte, Conti wolle im laufenden Jahr erneut Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielen. Nach dem Kauf der früheren Siemens-Sparte VDO für rund 11,4 Milliarden Euro sprach er von einer "neuen Ära". Conti habe sich endgültig in der "globalen Champions-League" der Branche etabliert und seine Position in entscheidenden Zukunftsfeldern wie Sicherheit oder Informationstechnologien im und rund ums Auto ausgebaut.

Conti will VDO zügig integrieren und auf Rendite trimmen. Dabei sollen mehrere tausend Stellen weltweit gestrichen und Teile der Produktion in Niedriglohnländer verlagert werden. Probleme bereitet vor allem die auf Antriebssysteme spezialisierte neue Sparte Powertrain, in der große Teile von VDO aufgegangen sind. Die Sparte soll restrukturiert werden. Wennemer sagte, Ziel sei, bei Qualität und Profitabilität in allen Geschäftsfeldern zu den weltweit besten Anbietern zu zählen.

Zudem wolle Conti nicht zu breit aufgestellt sein. Daher solle der Bereich Kraftstoffversorgung (Fuel Supply Systems) verkauft werden, der nicht zum Kerngeschäft zähle, bekräftigte Wennemer. Es gebe Interessenten, mit einer Einigung sei in absehbarer Zeit aber nicht zu rechnen. Um nach dem VDO-Kauf künftig nicht zu sehr von der schwankenden Konjunktur in der Automobilindustrie abhängig zu sein, will Conti das Geschäft in anderen Industriebereichen ausbauen. Dazu seien "mittel- und langfristig" auch Zukäufe geplant, etwa für die Sparte ContiTech. Das Unternehmen fertigt zum Beispiel Schläuche, Antriebsriemen, Transportbänder und Luftfederungen.

Aktuell gebe es aber keine "konkreten größeren Pläne", der Schuldenabbau habe absolute Priorität. Denn Conti hatte sich für den VDO-Kauf hoch verschuldet. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2007 soll unverändert zwei Euro pro Aktie betragen. Auch für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 sei mit einer höheren Dividende nicht zu rechnen.

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