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Conti-Übernahme

Bosch lehnt Rettungsschirm für Schaeffler ab

Foto: dpa

Mögliche Staatshilfen für den wegen der Conti-Übernahme in Schieflage geratenen Autozulieferer Schaeffler stoßen in der Industrie einem Pressebericht zufolge auf geteiltes Echo. Während Volkswagen ein Rettungspaket unterstütze, wolle Wettbewerber Bosch dagegen vorgehen.

28.01.2009

Das schreibt die Wirtschaftszeitung "Automobilwoche". "Wir werden uns an entsprechender Stelle, auch politisch, dagegen aussprechen", sagte ein namentlich nicht genannter Bosch-Manager dem Blatt. 

Bosch werde die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Bayern bitten, sich gegen eine Staatsbeteiligung an Schaeffler einzusetzen. Offiziell wollte sich Bosch laut Bericht zu dem Thema nicht äußern. VW-Vorstandschef Martin Winterkorn hingegen befürworte einen Rettungsplan für Schaeffler.

VW möchte Conti und Schaeffler nicht verlieren

"Wir haben ein Interesse daran, dass uns Continental und Schaeffler als Lieferanten erhalten bleiben", sagte Winterkorn der Zeitung am Rande der Eröffnung des neuen Porsche-Museums in Stuttgart. Staatshilfen für Wettbewerber lehne der VW-Chef dagegen ab. "Das ist nicht gut für den Wettbewerb, was da passiert", sagte er zu den angekündigten Milliardenhilfen des französischen Staates für Renault und Nissan. 

CDU/CSU gegen eine Unterstützung

Schaeffler brachte neben der Anfrage nach Krediten oder Bürgschaften eine Beteiligung des Bundes mit Conti-Aktien ins Spiel, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Branchenkreisen.

Ökonomen und der Wirtschaftsflügel von CDU/CSU im Bundestag warnen davor, Schaeffler mit Steuergeldern zu helfen. Die Allgemeinheit dürfe nicht zur Kasse gebeten werden, weil sich Schaeffler verspekuliert habe. An diesem Donnerstag findet in Berlin ein Spitzengespräch von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) mit den Regierungschefs Horst Seehofer (CSU/Bayern) und Christian Wulff (CDU/Niedersachsen) statt.

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