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Conti-Schaeffler-Krise

Überraschende Wende für die Autozulieferer

Schaeffler Foto: dpa

Im Ringen um die Zukunft der hoch verschuldeten Autozulieferer Schaeffler und Continental könnte es eine überraschende Wende geben. Wie das "Handelsblatt" am Mittwoch (20.5.) berichtete, könnten die beiden Unternehmen unter dem Dach von Conti fusionieren.

20.05.2009

"Die Integration ist ebenfalls eine Option, die wir prüfen", kommentierte Schaeffler-Sprecher Detlef Sieverdingbeck den Bericht.

Schaeffler-Krise 1:18 Min.

Breite Unterstützung von der Politik

Laut der Zeitung prüfen die Berater von Roland Berger derzeit im Auftrag des Gläubigerkonsortiums unter Führung der Commerzbank das Szenario. In der Politik gebe es breite Unterstützung für eine solche Lösung.

"Die Schaeffler Gruppe arbeitet gemeinsam mit der Continental AG an Optionen für eine künftige Zusammenarbeit beider Unternehmen", hieß es aus Herzogenaurach. "Der Prozess ist ergebnisoffen und wird von beiden Unternehmen konstruktiv betrieben. Zur Begleitung dieses Prozesses haben beide Unternehmen gemeinsam einen externen Berater mandatiert."

Schaeffler und Conti haben 23 Milliarden Euro Schulden

Schaeffler hatte sich an der Übernahme des dreimal größeren Konkurrenten Conti verhoben. Da der Kauf komplett kreditfinanziert war, ist Schaeffler nun hoch verschuldet. Insgesamt drückt die beiden Unternehmen eine Schuldenlast von etwa 23 Milliarden Euro. Den Banken drohen hohe Wertberichtigungen. Die Institute hofften nun, bei einer Fusion unter dem Dach von Conti allzu hohe Abschreibungen vermeiden zu können.

Schaeffler-Gruppe soll in Conti-Konzern überführt werden

Der Plan sieht nach "Handelsblatt"-Informationen vor, die private Schaeffler-Gruppe komplett in den börsennotierten Conti-Konzern zu überführen. Es scheine derzeit das einzige Modell zu sein, hieß es in Gläubigerkreisen. Bisher war vor allem über eine Fusion der Automotive-Sparten spekuliert worden. In den Plan seien die Ministerpräsidenten von Bayern, Niedersachsen und Hessen eingeweiht. In diesen Bundesländern befinden sich Werke mit Tausenden von Arbeitsplätzen.

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