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Conti

Weiter auf Lösungskurs

Die Continental AG setzt im Streit um die geplante Schließung der Pkw-Reifenfertigung am Conti-Stammsitz in Hannover-Stöcken weiter auf eine einvernehmliche Lösung. "Wir sind unverändert gesprächsbereit", sagte ein Unternehmenssprecher am Sonntag (22.1.).

23.01.2006

Es gebe Varianten für eine gemeinsame Lösung. Die Stöckener-Belegschaft solle am Montag (23.1.) auf einer Betriebsversammlung von der Geschäftsleitung über Standortthemen informiert werden. "Wir gehen davon aus, dass auch die Arbeitnehmervertreter den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen."

An diesem Montag sind bundesweit alle Beschäftigten des Autozuliefers zu Protesten aufgerufen. Geplant sind Betriebsversammlungen und Kundgebungen. Die Gewerkschaft IG BCE erwartet mindestens 3000 Beschäftigte an 26 Conti-Standorten. Die Proteste richten sich gegen die Produktionsverlagerung in Billiglohnländer sowie die geplante Schließung der Pkw-Reifenfertigung am Conti-Stammsitz in Hannover mit 320 Beschäftigten.

Die Gewerkschaftsvertreter hatten kritisiert, es sei nicht hinnehmbar, dass über 300 Arbeitsplätze trotz tiefschwarzer Zahlen vernichtet werden sollten. Eine "einseitig an maximalen Renditen ausgerichtete Konzernstrategie" sei unsozial. Der Conti-Konzern dürfte auch 2005 einen Rekordgewinn verzeichnet haben.

Continental wies erneut Vorwürfe zurück, das Unternehmen verabschiede sich vom Standort Deutschland. "Wir investieren in diesem Jahr in Deutschland rund 300 Millionen Euro", sagte der Sprecher. Das sei etwa ein Drittel der Gesamtinvestitionen. Außerdem würden pro Jahr mehrere hundert Ingenieure eingestellt. "Damit schaffen wir insbesondere qualifizierte Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektiven."

Die Verhandlungen über die umstrittene Schließung der Werks ziehen sich bereits über Wochen hin. Der Vorstand will die Pkw-Reifenproduktion in Stöcken spätestens Mitte 2007 stilllegen. Bislang lehnt Conti-Chef Manfred Wennemer eine Rücknahme des Schließungsbeschlusses strikt ab.

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