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Conti-Werksschließung

Continental-Werker demonstrieren in Paris

Foto: dpa

Hunderte Mitarbeiter des Continental-Reifenwerks von Clairoix haben am Montag (18.5.) vor der Pariser Börse gegen die Schließung ihres Werkes aus "spekulativem Finanzinteresse" demonstriert.

18.05.2009

Sie wollten damit Druck auf die Sozialplan-Verhandlungen an diesem Dienstag (19.5.) in Frankfurt ausüben.

Schaeffler-Krise 1:18 Min.

Conti-Demonstration verlief nicht harmlos

"Die Deutschen sollen wissen, dass wir nicht nachgeben", erklärten Gewerkschafter. Die Demonstranten warfen "Kanonenschläge" und zündeten Reifen an. Starke Polizeikräfte sicherten die Gebäude der Börse und der Börsenaufsicht, nachdem die Conti-Werker bei früheren Protesten Amtsgebäude demoliert hatten.

"Arbeiter vereint gegen Heuschrecken-Aktionäre" stand in deutscher Sprache auf Transparenten. Auf französischen Spruchbändern stand "Verrat" und "Die Bosse wollen uns entlassen - entlassen wir die Bosse." Gewerkschafter erklärten, die Börse sei "das Symbol der Weltkrise", wo "mit dem Schweiß der Arbeiter spekuliert" werde. "Sie haben alles verspielt, aber wir werden nicht für sie bezahlen."

Conti-Werke in Hannover und Clairoix sollen geschlossen werden

Wegen der Überproduktion will Continental die Werke in Hannover und in Clairoix nördlich von Paris schließen. Davon sind in Frankreich 1.100 Mitarbeiter betroffen. Die französische Gewerkschaft CGT wirft dem deutschen Konzern vor, in Wirklichkeit eine rentable Fertigung systematisch in Billiglohnländer Mittel- und Osteuropas zu verlagern.

Die Werksschließungen seien Verrat, nachdem die Arbeiter 2007 eine Rückkehr von der 35- zur 40-Stunden-Woche zugesagt hätten, um die Arbeitsplätze zu sichern.

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