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Continental-Reifenwerk

Araber wollen Continental-Werk samt Mitarbeitern

Foto: dpa

Der arabische Mischkonzern MAG aus Dubai hat Interesse an dem Continental-Reifenwerk im nordfranzösischen Clairoix samt allen Mitarbeitern. MAG werde "auf die Führung von Continental zukommen, um das Projekt zu verfeinern", erklärte die französische Regierung am Montag (4.5.).

05.05.2009

Zuvor hatte der Minister für Wiederaufschwung, Patrick Devedjian, den MAG-Vizechef Fauas Sabri empfangen. MAG sei "eine der größten Händler mit Autoteilen in mehr als 35 Staaten" und wolle Reifenfabrikant werden, hieß es.

Conti will nicht verkaufen

Continental will die Werke Clairoix und Hannover mit insgesamt 1.900 Beschäftigten schließen. Die Pariser Regierung will Druck auf die Deutschen ausüben, um das französische Werk zu retten. Auch Sabri sprach sich für Kontakte auf Regierungsebene aus. Die Conti-Werker haben bereits mehrfach sehr rabiat gegen die Schließungsplane protestiert. Die arabische Delegation wurde am Montag auch im Élyséepalast empfangen.

Sabri zufolge hat der deutsche Reifenbauer kein Interesse an einem Verkauf, weil er die "Produktionsmenge auf dem Markt senken", wolle. Conti wolle "weniger Reifen, um die Preise zu halten", sagte Sabri dem französischen Sender "Europe-1". Es sei normal, dass Conti sich
keinen Konkurrenten schaffen wolle.

MAG will in Europa Fuß fassen

Bei einer Übernahme des Conti-Werks würde MAG auch auf dem Reifenmarkt in Europa Fuß fassen. Bisher liefern die Araber nur in asiatische und afrikanische Staaten. In Clairoix gebe es "die qualifiziertesten Mitarbeiter aller Continental-Werke. Es wäre schade, diesen Vorteil zu verlieren", sagte Sabri. MAG habe Interesse an allen Mitarbeitern. Die Übernahme müsse aber rentabel sein. "Wir sind Unternehmer."

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