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Continental stürmt den DAX

Der Automobilzulieferer Continental steigt nach sieben Jahren wieder in den DAX auf.

20.08.2003

Der Heidelberger Finanzdienstleister MLP muss den 30 Werte umfassenden Deutschen Aktienindex dagegen verlassen. Dies teilte die Deutsche Börse am Dienstag (19.8.) in Frankfurt mit. Die Änderung in der Index-Zusammensetzung wird am 22. September wirksam. Eine Rückkehr in die oberste deutsche Börsenliga war bisher keinem Unternehmen gelungen.

MLP erfülle sowohl bei dem Börsenwert als auch im Handelsumsatz nicht mehr die Kriterien für den Verbleib im DAX, erläuterte ein Sprecher die Entscheidung des Vorstandes. Der Finanzdienstleister hatte seit seinem Aufstieg in den DAX vor gut zwei Jahren massiv an Wert verloren.


Für die Aufnahme von Continental aus Hannover habe die höhere Marktkapitalisierung als bei den beiden Mitbewerbern T-Online und Beiersdorf gesprochen, sagte der Sprecher. Der Börsenumsatz sei bei allen drei Kandidaten ähnlich hoch gewesen. Allerdings spreche der Trend bei beiden Kriterien eher für Conti, dessen Aktien zudem einen größeren Streubesitz aufwiesen. Mit der Entscheidung bestätigte die Börse die Prognose zahlreicher Analysten.


Continental begrüßte die Rückkehr in den DAX als eine Bestätigung der Wachstumsstrategie. Damit werde der Erfolg in der internationalen Finanzwelt noch bekannter als bisher, sagte der Vorstandschef der Continental AG, Manfred Wennemer, in Hannover. Conti erwarte, dass Handelsvolumen und Börsen-Kurs zulegen.


MLP zeigte sich gelassen. "Wir nehmen das sportlich. MLP definiert sich nicht über die DAX-Zugehörigkeit", sagte ein Sprecher. Der Abstieg werde keine Folgen für das operative Geschäft von MLP haben.


Für die Unternehmen hat eine Aufnahme oder Herausnahme aus dem DAX grundsätzlich große Auswirkungen. Investoren oder Fonds, die ihre Aktienbestände an dem Index der 30 wichtigsten Aktiengesellschaften in Deutschland ausrichten, müssen bei einer Veränderung entsprechend Aktien kaufen oder verkaufen.


MLP hatte am Dienstag wenige Stunden vor der Entscheidung der Börse noch Quartalszahlen vorgelegt, die besser als von Analysten erwartet ausgefallen waren. Das Vorsteuerergebnis lag bei 11,7 (Vorjahr: 28,6) Euro. Zugleich bekräftigte das Unternehmen seine Prognose, im Gesamtjahr ein Vorsteuerergebnis von 65 Millionen Euro zu erreichen. MLP war im vergangenen Jahr wegen angeblichen Insiderhandels sowie angeblicher Bilanzmanipulation unter Druck geraten.

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