Corvette Z06 by GeigerCars: US-Sportwagen mit 890 PS

Schmalbrüstigkeit kann man der 512 PS starken Corvette Z06 wirklich nicht vorwerfen. Geigercars nimmt dennoch umfangreiche Umbaumaßnahmen am Siebenliter-V8 vor. Das Resultat: 890 PS und 944 Nm maximales Drehmoment.

Karl Geiger ist vor allem dafür bekannt, dass er Liebhabern amerikanischer Muscle-Cars nahezu jeden Wunsch erfüllen kann. Ob Dodge Challenger, Chevrolet Camaro oder Ford Mustang - Geiger bringt die V8-Brenner über den großen Teich nach Deutschland. Nun hat sich der umtriebige Münchener der Corvette Z06 angenommen, weil ihm die serienmäßigen 512 PS als steigerungswürdig erschienen.

Corvette Z06 mit Bi-Turbo

Bei der Erhöhung des Hubraums von sieben auf 7,6 Liter lässt Geiger es nicht bewenden und spendiert dem V8 zusätzlich zwei Abgasturbolader, einhergehend mit Modifikationen an Motorblock, Zylinderköpfen und Kurbeltrieb. Stärkere Ventilfedern, Federteller aus Titan, Sportnockenwellen sowie ein 100-Millimeter-Luftmassenmesser zählen ebenso zu den tiefgreifenden Umbaumaßnahmen am Motor wie die bearbeiteten Drosselklappen und der modifizierte Ansaugtrakt.
 
Die daraus resultierenden 890 PS und maximal 944 Newtonmeter lässt Karl Geiger aber nicht ohne Weiteres auf den serienmäßigen Antriebsstrang der Corvette Z06 los. Ein verstärktes Getriebe nebst widerstandsfähigerem Differenzial, eine Zweischeiben-Karbon-Kupplung sowie die gleichfalls aus Karbon gefertigte Antriebswelle sollen sich der Urgewalt gewachsen zeigen. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Geiger mit 354 km/h an.

Aufgrund der tiefgreifenden Änderungen am V8-Triebwerk beziffert Geiger die Kosten für den Motorumbau auf über 80.000 Euro. Die Abgase entweichen aus vier armdicken Endrohren, wobei die Über-Corvette bei der Vollendung des Verbrennungsprozesses bewusst wenig dezent zu Werke schreitet.

Breitbaukit für die Corvette Z06

Nicht nur akustisch, sondern auch optisch zeigt sich die Geiger-Corvette äußerst mitteilsam. Die Karosserie in "Geiger Green" darf ruhig als reine Provokation zum Hinsehen aufgefasst werden. Ein GT-Breitbau-Kit sowie die Entlüftungsschlitze auf der schwarz gehaltenen Motorhaube verleihen dem US-Sportler einen deutlich aggressiveren Auftritt.
 
Passend hierzu drehen sich in den Radkästen schwarze Leichtmetallräder im Format 10 x 19 an der Vorder- und 12 x 20 Zoll an der Hinterachse. Dahinter verbaut Geiger eine Hochleistungsbremsanlage mit 380er Bremsscheiben vorn, die von Sechskolben-Sätteln in die Zange genommen werden. An der Antriebsachse kommen 355 Millimeter große Teller und Vierkolben-Bremssättel zum Einsatz. Ein in Zug- und Druckstufe einstellbares Sportfahrwerk senkt den Schwerpunkt der Vette ab.

Die Geiger-Corvette kostet 220.000 Euro

Da sich die Corvette als einer der wenigen aktuellen Sportwagen nach wie vor eine Blattfederung an der Hinterachse erlaubt, tauscht Geiger zwecks gesteigerter Kurvendynamik die Serienfedern gegen straffere Exemplare aus. Für ein fahrfertiges Exemplar bittet Geiger um Überweisung von 220.000 Euro.

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Manuel Dohr

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