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Coys-Auktion beim Oldtimer-Grand Prix

Röhrls 911 bleibt hinter Erwartungen zurück

Foto: classic-analytics 5 Bilder

Die Historie lässt aufhorchen: Einer von nur 49 gebauten Porsche 911 ST, dazu noch Walter Röhrl als einer der Vorbesitzer. Mit 900.000 bis 1,1 Million Euro war das Estimate sehr selbstbewusst angegeben worden. Doch der Trend der letzten Jahre zu immer höher geschraubten Preisen wurde ein kleiner Dämpfer verpasst. Für 849.500 Euro wurde er verkauft - immer noch ein stolzer Preis.

13.08.2014 Bernd Woytal Powered by

Am Samstag, dem 9. August 2014 um 16 Uhr startete im Coys-Zelt inmitten des Nürburgrings während des AvD-Oldtimer-Grand Prix' das Bieten um gut 50 Klassiker mit Schätzpreisen von bis zu 1,1 Millionen Euro.

50 Oldtimer waren im Coys-Katalog vermerkt, die kurz vor der Auktion noch um zwölf weitere Fahrzeuge ergänzt wurden. Solche sogenannten Late Entries sind oft schwerer an den Mann zu bringen, weil sich die Bieter im Vorfeld nicht über die Autos informieren können – sie sind also zu Spontan-Käufen gezwungen. Immerhin wechselten einige davon den Besitzer, so ein Alfa Romeo Junior 1300 Zagato für 29.900 Euro oder ein Fiat 509 MM von 1926, der in den 30er Jahren mit einem Kompressor aufgerüstet worden war, für 72.900 Euro.

Optimistische Schätzpreise

Sensationen gab es bei dieser Auktion keine. Die meisten Autos wurden etwas unter den Schätzpreisen zugeschlagen. Verkauft wurden zum Beispiel ein Fiat Dino 2400 Coupé für 26.450 Euro oder ein Jaguar E-Type Roadster Serie 1 4,2 Liter für 123.500 Euro. Besonders für Sammler interessant waren die angebotenen Mercedes-Klassiker mit außerordentlich geringer Laufleistung. Darunter befand sich ein rund 3.500 Meilen gelaufener 450 SL aus dem Jahr 1978, der für 65.200 Euro einen Käufer fand. Zu den teuersten verkauften Wagen gehörte ein Veritas RS für 376.500 Euro und ein 77er Shadow Formel 1-Renner für 354.500 Euro.

Zwei Porsche als Highlight

Der Schwerpunkt der Auktion lag auf Porsche-Klassikern, darunter ein 911 S/T von 1970 und ein in Le Mans gestarteter 934 RSR Turbo. Beide sollten mindestens 900.000 Euro bringen, beim S/T lag die obere Estimate-Grenze sogar bei 1,1 Millionen. Doch nur der S/T, den Walter Röhrl von 2009 bis 2011 besaß, fand einen Käufer, und das deutlich unter dem Schätzpreis. Bei 770.000 Euro fiel der Hammer für das sechste von insgesamt 49 gebauten Exemplaren, was inklusive Aufgeld 849.500 Euro ergibt. Zugeschlagen wurden ferner ein 356 Speedster von 1958 für 258.800 Euro und ein 68er 911 S 2.0 für 145.500 Euro.

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