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Coys Auktion "Legende et Passion" in Monte Carlo

Mitbringsel von Rolling Stones-Gitarrist

05/2014 - Coys Auktion Legenda et passion, Monaco, Monte Carlo  Heft 03/2014 Foto: Coys 75 Bilder

Die Souvernirs von Rockstars fallen schon mal ein wenig größer aus: Rollings Stones-Gitarrist Keith Richards belohnte sich 1972 für die gefeierte US-Tour der Band mit einem silberfarbenen Ferrari Dino 246GT. Am 9. Mai 2014 versteigert das Auktionshaus Coys Richards‘ Andenken in Monte Carlo/Monaco bei der "Legende et Passion"-Auktion.

07.05.2014 Dirk Johae Powered by

Wenn der Auktionator im Coys-Zelt in Fontvieille gleich neben dem Hubschrauber-Landeplatz von Monaco Lot 120 aufruft, wird es mucksmäuschenstill. Nur das Geräusch der startenden und landenden Helis nebenan ist zu hören. Der Dino 246GT, den Keith Richards in den USA kaufte, kommt ohne Mindestgebot  unter den Hammer. Der Bieter mit dem höchsten Preis bekommt den von Ferrari gebauten Sportwagen. Schätzwert: 200.000 bis 250.000 Euro.

Nur 28.000 km auf der Uhr

Wie viel der Stones-Gitarrist mit seinem Dino im Ferrari-Farbton "Argento" mit schwarzer Inneneinrichtung tatsächlich selbst gefahren ist, scheint nicht überliefert. Jedenfalls sind 28.000 Kilometer auf der Uhr für ein 42 Jahre altes Auto nicht viel. Ein Brief von Rolling-Stones-Manager Alan Dunn bestätigt, dass sich der silberne Dino bis 1986 im Besitz von Richards befand. Der Dino war auch in England zugelassen, und zwar mit dem Kennzeichen "GYL 157N".

Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, hier noch die Chassisnummer von Keith Richards Dino: 03354. Auch Dino-Puristen können aufatmen. Richards verzichtete auf das nachträgliche Anbringen von Ferrari-Logos an der Karosserie. Nach 14 Jahren, in denen der Dino vermutlich die meiste Zeit in der Garage von Keith Richards verbrachte, kam der Mittelmotorsportwagen in eine japanische Sammlung.

Nuvolaris Millionen-Renner

Wesentlich härter nahm Tazio Nuvolari seinen silbernen Rennwagen von 1950 ran. Es ist der Cisitalia Abarth 204 A Spyder, mit dem der fliegende Mantuaner 1950 die Targa Florio bestritt. bei dem legendären Straßenrennen auf Sizilien, das vor 110 Jahren zum ersten Mal ausgetragen wurde, schied Nuvolari mit Getriebeschaden aus. Ein unbekannter Fahrer startete mit diesem zweisitzigen Rennsportwagen bei der Mille Miglia.

Der silberne Rennwagen, der auf Brot-und-Butter-Technik von Fiat basiert, wird heute als Sammlerstück auf einen Wert von bis zu 1,8 Millionen Euro geschätzt. Der wertvolle italienische Rennwagen gilt nicht nur als der am besten erhaltene der Kleinserie, sondern auch als Grundstein für die Firma von PS-Hexer Carlo Abarth. Die Squadra des aus Wien stammenden Abarth setzte den Rennwagen ein.

Drei Supersportwagen aus Monaco

Insgesamt 94 Autos versteigert Coys bei der "Légende et Passion"-Auktion zum Auftakt des Grand Prix de Monaco Historique. Das älteste Auto stammt aus dem Jahr 1923: ein Isotta Fraschini Tipo 8 mit Torpedo-Karosserie. Das jüngste Fahrzeug ist ein in Monaco gebauter MCA Rascasse von 2013. Der blaue Supersportwagen wird von einem Rolls-Royce-Motor mit 5,4 Litern angetrieben. Insgesamt drei MCA werden von Coys bei der Auktion versteigert: 5% des Zuschlagspreises werden an die Stiftung von Prinz Albert II. gespendet.

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