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Crashtest Billig-Kindersitze

Ergebnis ist erschreckend

Kindersitzcrashtest ADAC 2014 Foto: ADAC

Der ADAC hat zehn Billig-Kindersitze einem Crashtest unterzogen. Sechs Sitze schnitten mit "magelhaft" ab, drei Sitze sind glatt zerbrochen.

24.10.2014 Uli Baumann

Untersucht wurde vom ADAC das Billigpreis-Segment bis zu 70 Euro. Die zehn Testsitze aus unterschiedlichen Gewichtskategorien wurden auf Internet-Plattformen geordert. Gestestet und bewertet wurde in den Kriterien Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, Schadstoffgehalt sowie Reinigung und Verarbeitung. Der Frontcrash wird im ADAC Test mit 64 km/h, der Seitenaufprall mit 50 km/h simuliert.

Einzig die Babyschale Nania Beone SP erhielt die Gesamtnote "gut“. Sie ist sehr leicht und ihre Crashwerte überzeugen. Anders sieht es in den drei weiteren Gewichtsklassen aus. Beim Sitz Nania Safety Paris SP für Kinder bis 18 Kilogramm (bis ca. 4 Jahre) zerbriach die Sitzschale beim Frontalaufprall – das Kind würde beim Unfall ungeschützt nach vorne schleudern. Für Kinder von 9 bis 36 Kilogramm (ca. 1-12 Jahre) gibt es zwei Produkte mit der Note "befriedigend“: Der Nania Racer SP und der Fisher Price FP3000 sind damit noch empfehlenswert. "Mangelhaft“ in dieser Klasse sind: Tiggo Bebehut (hohes Verletzungsrisiko beim Front- und Seitencrash) sowie United-Kids Alpha Deluxe, United-Kids Kid Komfort und United-Kids Kidstar, die alle keinen Schutz beim Seitenaufprall für größere Kinder bieten.

Der United-Kids Alpha Deluxe wurde früher unter dem Namen IWH Trade Max Vario Max verkauft und dieser ist bereits beim Kindersitztest 2008 mit "mangelhaft“ durchgefallen. Er wurde nur umbenannt ohne technisch verändert worden zu sein. In der Klasse für Kinder von 15 bis 36 Kilogramm (ca. 4 bis 12 Jahre) gibt es mit dem Fisher Price FP4000 einen befriedigenden Sitz sowie mit dem Nania Starter SP ein Produkt, das aufgrund einer hohen Schadstoffbelastung mit "mangelhaft“ durchgefallen ist.

Auch auto motor und sport-Kindersitztest zeigt alarmierende Ergebnisse

Gezeigt habe sich laut ADAC auch, dass die Beschreibungen im Internet häufig ungenau sind und in die Irre führen können. Zudem wurde klar, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Zulassung ECE-R44 nicht zwangsläufig für einen sicheren Sitz steht, denn der Seitencrash ist kein Bestandteil des Zulassungsverfahrens, im realen Unfallgeschehen aber sehr häufig.

Auch auto motor und sport hat zusammen mit dem TÜV Süd 2014 bereits Kindersitze einem Crashtest unterzogen. 14 Modelle für alle Altersklassen wurden in Crash-Versuchen getestet. Das alarmierende Ergebnis: Nicht in allen Sitzen hätten die Kleinen einen Unfall unbeschadet überstanden. Vier von 14 Sitzen fallen durch.

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