Die Hauptkritik der Tester konzentrierte sich auf die Stabilität der Fahrgastzelle. Beim Frontalaufprall mit Tempo 64 km/h droht diese zu kollabieren. Damit entspricht der Mittelklassewagen aus China nach ADAC-Angaben etwa dem technischen Stand gegen Ende der 90er Jahre.
Mit einen Grund für den fehlenden Sternenglanz sieht der Automobilclub im neuen Ratingverfahren, bei dem strengere Maßstäbe angelegt werden. Neben der Insassensicherheit, dem Schutz von Kindern und der Fußgängersicherheit, werden jetzt auch Assistenzsysteme in die Wertung aufgenommen und zu einer Gesamtbewertung zusammengefasst. Da im Brilliance weder ESP, noch Gurtwarner und Geschwindigkeitsbegrenzer erhältlich sind, bekommt der BS4 im neuen Ratingverfahren null Sterne. Bewertet nach den alten Kriterien wäre der BS4 auf drei Sterne gekommen.
Bemängelt wurde auch das beim Frontalcrash gerissene Bodenblech im Fahrerfußraum und die in den Innenraum eindringende Armaturentafel und Pedale. Auch die schlecht abgedeckte Lenksäule birgt trotz Airbag ein erhöhtes Verletzungspotenzial.
Beim Seitencrash sieht es besser aus: Die stabile Türsäule verhindert ein Eindringen der Stoßbarriere. Der große Seitenairbag schützt Rippen und Kopf recht gut. Der Bauchbereich ist allerdings ungeschützt. Dies birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
Der Brilliance BS 4 ist in Deutschland seit Oktober 2008 zu Preisen ab 15.990 Euro mit einem 100 PS starken 1,6-Liter-Benziner und ab 17.550 Euro einem 136 PS starken 1,8-Liter-Ottomotor zu haben.






