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Crosser SUV

Alles über den BMW X6

Foto: Schulte-Nextline 10 Bilder

Mit einer Mischung aus SUV, Coupé und Sportwagen will BMW ab 2008 das Offroad-Segment bereichern. Das Crossover-Modell X6 basiert zwar auf dem nächsten X5, soll aber darüber positioniert werden.

09.09.2005

Der Allradler soll ab 2008 vor allem in den USA neue Kunden erobern. Nicht zuletzt deshalb wird er wie auch der X5 im US-Werk Spartanburg gebaut. Was BMW dort fertigt, ist ein futuristisch anmutender Viertürer mit wuchtiger Frontpartie, hoher Sitzposition und einem für SUV-Verhältnisse extrem flachen Dach.

Der X6 bewegt sich damit auf einem Terrain, das bislang nur vom Infiniti FX beackert wird. 2006 soll der ebenfalls sportlich angehauchte Mazda CX7, auf den die Studie MX Crossport einen Vorgeschmack gab, dazu kommen.

Der X6 ist rund 4,80 Meter lang. Zum Vergleich: Der X3 misst 4,57 Meter in der Länge und der X5 4,67 Meter. Das 6er Coupé spannt sich exakt über 4,82 Meter. Damit bleibt der X6 klar unter den Maßen deutscher Konkurrenten wie Mercedes R-Klasse (4,92 Meter) und Audi Q7 (5,09 Meter).

Zurzeit ist noch offen, ob der X6 als Vier- oder Fünfsitzer angeboten werden kann. Auch im Kofferraum sind keine Wunder zu erwarten. Das leichte Sportgepäck des modernen Freizeitmenschen findet zweifellos Platz, als schwerer Lastenesel mit ausgeklügelter Variabilität ist der X6 dagegen nicht gedacht.

Allradantrieb per weiterentwickeltem X-Drive

Trotzdem kommt der SUV-Charakter zumindest optisch klar zum Ausdruck: Dafür stehen stabile Bügelgriffe ebenso wie ausgestellte Radläufe, Schwellerverbreiterungen und eine Bodenfreiheit von mehr als 200 Millimetern, die in den USA die Zulassung als Light Duty Truck ermöglicht.

Dazu wird der vom X5 bekannte Allradantrieb X-Drive übernommen. Hier regelt eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung blitzschnell die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, wobei die Vernetzung mit den Radsensoren des ESP in Sekundenbruchteilen für eine Reaktion und einen Kraftfluss von bis zu 100 Prozent an jene Achse sorgen kann, an der die Räder Bodenhaftung zu verlieren drohen. Künftig wird die Antriebskraft aber nicht nur zwischen vorne und hinten, sondern auch rechts und links variabel verteilt - für noch besseres Handling.

Damit das große Coupé nicht zu viele Pfunde auf die Waage wuchtet - um die 2.000 Kilogramm gelten als Zielvorgabe -, werden Teile der Karosserie aus Aluminium und Kunststoff gefertigt, wohlweislich aber nicht das Dach: Hier wird zugunsten optimaler Verwindungssteifigkeit Blech eingesetzt. Ein Stahlfahrwerk mit Wankausgleich und Aktivlenkung steht für hohe Agilität, eine Luftfederung mit variabler Bodenfreiheit ist nicht vorgesehen.

Das Motorenprogramm enthält auch Sechszylinder, positioniert wird der X6 aber als V8 - auf jeden Fall als Benziner X6 5.0i mit derzeit 367 PS - und voraussichtlich auch als Diesel X6 4.5d mit 330 PS. Zum Sportsgeist des Allradcoupés würde auch der V10 aus dem M5 passen. Doch der ist als Hochdrehkonzept nicht ideal für ein Auto, bei dem es auf viel Bums im unteren Drehzahlbereich ankommt.

Grundpreis knapp unter 50.000 Euro

Von den High-Tech-Limousinen übernommen werden Fahrerassistenzsysteme mit Spurhaltewarner, Nachtsichtgerät, Nahbereichsradar und erweiterter Tempomat-Funktion. Für Licht und Luft im Auto sorgt auf Wunsch ein spezielles Panoramadach.

Es gibt nahezu alles gegen Aufpreis, was gut und teuer ist - denn auch der X6 ist kein Schnäppchen: Ein auch preislich darunter rangierender X5 3.0 wird zurzeit für 44.500 Euro offeriert, ein vergleichbarer X3 3.0 kostet rund 3.500 Euro weniger. Bleibt BMW bei dieser Politik, so dürfte es den X6 3.0 zu Preisen ab 48.000 Euro geben.

Als Startauflage sind zunächst 50.000 Einheiten pro Jahr vorgegeben. Frischluftfanatiker dürfen zudem noch von einer Cabrio-Version träumen. Die ist zwar noch lange nicht entschieden, aber konstruktiv vorbereitet. Und Karmann zeigte schon mit einer Studie auf X5-Basis auf der IAA, wie man diese nächste Stufe des Crossover-Konzeptes zünden könnte.

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