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Custom-Bikes auf Basis der BMW K 1600 GTL

Manga-Sex für Bayern-Sechser

06/2015, BMW Motorrad Ignite Straight Six Projekt Foto: BMW 48 Bilder

BMW baut technisch tolle Motorräder, die K 1600 GTL sogar mit markentypischem 6-Zylinder. Aber gerade die ist optisch etwa so sexy wie eine Einbauküche. Zwei Japaner zeigen im Ignite Straight Six Projekt, wie cool sechs auf zwei Rädern ist.

27.04.2015 Gerd Stegmaier

BMWs K 1600 GT oder GTL fahren super: Ein praktisch vibrationsfreier 6-Zylinder mit 160 PS sorgt für lustvollen Vortrieb mit prima Fahrleistungen, das bekannt aufwendige Fahrwerk mit Duolever und Paralever sorgt für Komfort, Sicherheit und Handlichkeit – trotz rund sieben Zentner Gewicht.

Aber die Optik des luxuriösen Tourers ist - vorsichtig ausgedrückt - funktional. Der Motor mit der im Zweiradbereich rekordverdächtigen Zylinderzahl ist kaum zu sehen, die Leistung nicht mal zu erahnen: Die K 1600 sieht eher aus, als könnte sie den Wohnanhänger einer holländischen Großfamilie nach Tirol ziehen oder im Top-Case Brot backen, als kleine Kinder erschrecken.

Fahrer folgt Form

Vielleicht sahen das die Verantwortlichen in München ähnlich. Nachdem schon im letzten Jahr vier namhafte japanische Customizer die BMW R nineT bearbeiten durften, haben die Bayern heuer den großen Tourer nach Japan geschickt: Mit Kenji Nagai vom Customizing-Unternehmen Ken’s Factory sowie Keiji Kawakita von Hot-Dock Custom-Cycles kümmerten sich zwei Stars der japanischen Customizing-Szene um die K 1600 GTL. Das Ergebnis ist selbst mit dem Ausdruck spektakulär noch vorsichtig beschrieben.

Alu und Heavy-Metal  statt Plastik

Dabei sind die beiden Einzelstücke völlig unterschiedlich. Bei  Keiji Kawakitas Kreation “Juggernaut” spricht BMW von Mad-Max-Metall in Kombination mit den Vorstellungen Jules Vernes‘ – und trifft’s damit ziemlich gut. Zumindest sieht die Juggernaut nicht mehr nach BMW und schon gar nicht nach K 1600 GTL aus, obwohl sie den Duolever an der Front übernimmt.

An "Ken’s Factory Special“ ist nicht mal mehr das von BMW. Stattdessen legt eine selbst gefertigte Springergabel aus Aluminium in Verbindung mit einem geänderten Steuerkopf den 6-Zylinder ordentlich tiefer.  Statt der Vollverkleidung aus Plastik verkleidet eine Aluminium-Maske einen kleinen Scheinwerfer. Den Heckrahmen samt Sitzbank hat Nagai wegrationalisiert. Wer die 160 PS reiten will, muss mit einem tief platzierten Schaufel-Sitz aus blankem Alu vorlieb nehmen. An dessen Hinterende beleuchtet ein schmales LED-Rücklicht effektvoll den fetten Hinterreifen auf der 20-Zoll-Gussfelge. Das mag nicht praktisch und nicht bequem sein, sieht aber so sexy aus, wie es sich für einen 6-Zylinder gehört. Aber sehen Sie selbst in unserer Bildergalerie.

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