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Dacia bleibt sich treu

Günstige Preise statt Rabattschlacht

Dacia Dokker Foto: Dacia

Renaults rumänische Billigmarke Dacia will auch weiterhin mit ihren Listenpreisen unter den Rabattangeboten der Konkurrenz bleiben.

26.07.2012 auto motor und sport

In die Rabattschlacht auf dem deutschen Markt werde Dacia nicht einsteigen, sagte Achim Schaible, Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG, auto motor und sport. "Wir arbeiten ohne Verkaufsförderung sowie Volumenziele und damit auch ohne Volumenboni für den Händler. Das ist wichtig, um das Geschäftsmodell zu halten." Dacia werde seine Marktanteile dank der neuen Modelle auch ohne Verkaufsförderung durch die niedrigen Neuwagenpreise steigern. "Wenn wir den Eindruck gewinnen, dass die Marke Dacia sich nicht mehr klar von subventionierten Angeboten des Wettbewerbs unterscheidet, dann korrigieren wir die Listenpreise." Derzeit benötige Dacia keine Preissenkung. "Momentan sehen wir keinen Handlungsbedarf. Überdies ermöglichen wir durch die fehlende Incentivierung einen hohen Werterhalt der Fahrzeuge."

Renault fehlt ein Reißer

Dacia gelingt es laut Schaible weiterhin sehr stark, bisherige Käufer von Gebrauchtwagen für den Neuwagenkauf zu gewinnen. "Rund 43 Prozent der Dacia-Käufer fuhren zuvor einen Gebrauchtwagen. Die übrigen Eroberungskäufe kommen zum Großteil von Opel, VW und Ford", sagte Schaible der Zeitschrift. Der Anteil bisheriger Renault-Kunde liege bei zehn Prozent.

Ausgesprochen selbstkritisch sieht Schaible die Modellpolitik von Renault. "Um signifikant zu wachsen, fehlt uns im Moment ein echter Reißer", so der Renault-Chef in Deutschland. "Unser Problem ist, dass wir nicht genügend Neukunden akquirieren", bemängelt Schaible. "Eroberungen finden nur unter zwei Voraussetzungen statt. Entweder Sie verfügen über ein revolutionäres Produkt oder Sie unterbreiten das günstigste Angebot." Renault könne inzwischen in  Sachen Modellpolitik von Dacia lernen. "Dacia hat bei der Modellpolitik vieles richtig gemacht. Renault wird mit den neuen Produkten einen ähnlichen Weg gehen." Große Hoffnung setzt Schaible deshalb auf den neuen Clio. Das Modell sei ein "Quantensprung" für Renault. Der Kleinwagen soll vor allem den Marktanteil im profitablen Privatkundenmarkt von 3,8 Prozent (2011) steigern.

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