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Dacia-Werker

Angebot abgewiesen

Foto: Dacia

Bei der Renault-Tocher Automobile Dacia im rumänischen Pitesti geht der Streik nach drei Wochen in eine weitere Runde. Die Gewerkschaft hat am Mittwoch (9.4.) ein verbessertes Angebot der Werksleitung zurückgewiesen.

09.04.2008

Beide Seiten warteten auf ein Urteil am Nachmittag, in dem entschieden werden soll, ob der Streik für mehr Geld überhaupt erlaubt ist, wie die Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. Das Management von Automobile Dacia beanstandet vor Gericht, dass weniger als die Hälfte der 13.000 Beschäftigten den Streikaufruf unterzeichnet und die Gewerkschaften nicht alle verpflichtenden Stufen des Arbeitskonflikts bis zum unbefristeten Streik durchlaufen hätten.

Die Werksleitung hatte am Vortag eine Lohnerhöhung von brutto 394 Lei (etwa 110 Euro) und damit doppelt so viel wie zuvor angeboten. Die Gewerkschaft fordert 550 Lei mehr und eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter, höheres Oster- und Weihnachtsgeld und Rabatte für ihre Mitglieder beim Kauf von Dacia-Autos. Ende 2007 verdiente ein rumänischer Autobauer nach Angaben des Statistikamtes im Schnitt umgerechnet etwa 400 Euro monatlich.

In seinem rumänischen Automobilwerk produziert Renault das Billigauto Dacia Logan. 2007 gingen in Pitesti rund 230.000 Fahrzeuge vom Band, davon wurde mehr als die Hälfte exportiert. In diesem Jahr soll die Kapazität des Werkes auf 350.000 Einheiten ausgebaut werden.

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