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Daewoo

Topmanager droht Anklage - Konzerngründer auf der Flucht

autouniversum - Gegen fünf Ex-Manager des Daewoo-Konzerns wurde wegen Manipulation und Devisenvergehen Haftbefehl beantragt.

02.02.2001

Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat heute gegen weitere fünf ehemalige Manager des zusammengebrochenen Mischkonzerns Daewoo wegen des Vorwurfs der Manipulation und Devisenvergehen Haftbefehl beantragt. Die Anklagebehörden werfen ihnen vor, auf unlautere Weise erhaltene Milliarden-Kredite auf Geheimkonten im Ausland deponiert und Teile davon in andere Länder verschoben zu haben.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um die früheren Vorsitzenden Kang Byong Ho und Chang Byong Joo, einen Generaldirektor des Handelsbereichs Daewoo Corp sowie zwei andere Spitzenmanager des Autobauers Daewoo Motor Co und Daewoo Heavy Industries. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft liefen allein zwischen 1997 und 1998 Kredite für die Daewoo Corp in Höhe von neun Billionen Won (knapp 15 Milliarden Mark) über geheime Konten der Londoner Niederlassung.

Schulden verheimlicht - Vermögenswerte geschönt

Bereits am Donnerstag waren drei frühere Vorsitzende von Daewoo-Firmentöchtern wegen angeblicher Manipulation von Unternehmensbüchern festgenommen worden. Ihnen wirft die Anklage vor, die Rechenschaftsberichte bei mindestens fünf Unternehmen geschönt zu haben, um deren Nettowert höher erscheinen zu lassen.

Danach wurden die tatsächliche Höhe der Schulden verheimlicht und die Vermögenswerte um insgesamt 23 Billionen Won (rund 38 Milliarden Mark) überhöht. Durch die Manipulation sollte dem Unternehmen die Beschaffung dringend benötigter Kredite erleichtert werden.

Auch fahndet die Anklage nach dem untergetauchten Konzerngründer Kim Woo Chong. Dieser soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft zehn Billionen Won (knapp 17 Milliarden Mark) illegaler Ausleihungen von einheimischen Finanzinstituten erschlichen und einen Geheimfonds geschaffen haben. Der 65-Jährige hält sich an einem unbekannten Ort im Ausland auf. Der einstmals zweitgrößte Konzern des Landes war 1999 unter einer Schuldenlast von schätzungsweise 80 Milliarden Dollar zusammengebrochen.

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