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Daewoo wird zur Geheimwaffe von GM

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In seiner Rolle als weltweite Billigmarke von GM hat sich Daewoo 2006 prächtig gemausert. Das Ergebnis: Daewoo hat Kia als Nummer zwei der koreanischen Autohersteller verdrängt. Im Konzern gilt die Marke inzwischen als Schlüssel zur wirtschaftlichen Genesung von GM.

04.01.2007 Frank Volk

Als General Motors 2002 aus den Trümmern des Konkurs gegangenen Daewoo-Konzerns die Autoeinheit GM Daewoo schmiedete, herrschte in der Welt der Autoexperten gelinde Verwunderung. Als GM 2005 seine Billigmarke für die meisten Märkte der Welt mit dem altehrwürdigen Namen des amerikanischen Schwermetalls Chevrolet versah, galt dies vielen als endgültiger Nachweis, dass es sich bei den GM-Strategen um Dilettantenbande in Autofragen handelt.

Heute lacht keiner mehr über GM Daewoo

Heute lacht keiner mehr. Während die meisten Einheiten des weltweiten GM-Markengeflechts dem Konzern rote Zahlen einfahren, liefert Daewoo schwarze Zahlen ab. Wo andere Marken flächendeckend Absatzrückgänge verzeichnen, geht es bei GM Daewoo stramm nach oben. Die weltweiten Verkaufszahlen für 2006 sind beeindruckend: Die globalen Zahlen der Marke, die besonders in Schwellenländern Erfolge feiert, kletterten im gerade abgelaufenen Jahr um 31,8 Prozent auf 1,52 Millionen Einheiten. Damit hat GM mit Daewoo das Kunststück fertig gebracht, die Hyundai Tochter Kia als Nummer zwei unter den koreanischen Autobauern zu überholen. Fertigungsqualität und -effektivität gelten bei GM längst als vorbildlich für die GM-Werke in den USA. 

Besonders imposant ist die Entwicklung der koreanischen Marke in China, dem weltweiten Schlüsselmarkt: Als GM 2002 die Daewoo-Autosparte unter seine Fittiche nahm, verkaufte Daewoo über seinen chinesischen Partner Wulinmg 50.000 Autos pro Jahr in China. 2006 setzte GM knapp über 860.000 Autos in China ab, die Hälfte davon waren Daewoo, die im Reich der Mitte unter den Markennamen Chevrolet und Buick verkauft werden, die Prognosen stehen weiter auf Wachstum. Und auch Experten, die sich vor zwei Jahren noch wunderten, halten es für möglich, dass GM seine Position als weltgrößter Autobauer auch 2007 vor Toyota verteidigen kann. Wenn Daewoo weiter wie bisher wächst.

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